Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Unterhaltsamer als Schule

ist es alleweil, mit Tobias Krell als Checker Tobi um die Welt zu düsen, auch wenn er und sein Team einen deutlich stärkeren CO2-Fußabdruck hinterlassen dürften als der Schullehrer, der mit dem Fahrrad zu seiner Schule radelt – dafür bekommen sie bestimmt auch mehr Geld; wer mehr Umweltschäden verursacht, wird besser bezahlt, so ist das in unserer Gesellschaft, das wäre auch mal ein Checker-Thema.

Erfolgreich ist diese Art bunten Unterrichts, gerne in Shorts und Tropenhemd und unter Palmen, für die Kinoproduzenten ebenfalls; eine Win-Win-Situation, unter der unser Planet nur gelinde mehr ächzt, als wenn es sie nicht gäbe.

Ausgangspunkt für die lose und nicht besonders zwingend skizzierte Reise, die Antonia Simm als Autorin und Regisseurin verantwortet, ist ein Fundstück aus der Geschichte des Fernsehkinderstars. Er war als Kind ein Star für Kinder und jetzt als Erwachsener ein Star für Kinder. Nachgucken bei IMDb ergibt: 2012 fungiert der Checker noch als erster Regieassistent und Produktionsassistent bei einem Kurzfilm. Erste Erwähnung als Checker Tobi stammt von 2019. Vielleicht braucht er Nachhilfe im Rechnen. Das wären dann gerade mal 6 Jahre. Er spricht aber von 30. Hinweis, dass die Stories von Checker Tobi selbst einen Check wert wären.

Hier im Film geht die offenbar frei erfundene Story so: Vor 30 Jahren hat Tobi schon gecheckt und davon findet er Videoaufnahmen. Er wollte damals die Frage beantworten, wer die heimliche Herrscherin der Erde sei. Stellen wir mal den abenteuerlichen Vorsatz vor die wissenschaftliche Akkuratesse. Würmer könnten es sein. Von den Würmern folgt die Assoziation zu Madagaskar. Das ist eine Insel mit frappanten Besonderheiten. Dass da politische Unruhen stattfanden, dürfte erst nach dem Dreh gewesen sein.

Das scheint ein Prinzip dieses Schulfaches zu sein: vor Ort deutsche Forscher und Wissenschaftler zu finden, die helfen Dinge zu vermitteln, die schnell als öder Schulstoff angesehen werden könnten. Auf Expedition stellt es sich aufregend anders dar. So faszinieren auf Madagaskar die Affenbrotbäume.

Im Film werden sie anders genannt, war nicht genau zu verstehen. Der Storyfaden führt dann von einer Samensendung dieser Bäume in die Arktis zu dem weltweit einmaligen Samentresor im ewigen Eis in Spitzbergen. Hier gibt es noch eine Visite zum letzten noch in Betrieb befindlichen Kohlebergwerk, das in absehbarer Zeit seinen Betrieb einstellen wird. Das ist bilderzählerisch nicht so ergiebig wie die eben besuchte Tropeninsel und nachfolgend der Dschungel Lateinamerikas mit der Hinterlassenschaft der Mayas und ihrer Pyramiden. Auf der Spitze einer solchen ward Licht im Hirn von Tobias, hier findet er nach diversen Fehlfährten die Antwort auf seine ihn auf diese Expedition führende Ausgangsfrage.

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