Mitmachkino
nach einfachen Melodien und Rhythmen
Zugegeben, da bin ich eher allergisch gegen Mitmach-, Mitsing- und Mitklatschaufforderungen sowohl von der Bühne herab, erst recht aber, wenn sie von der Leinwand kommen. Hier im Film von Joost van den Bosch und Erik Verkerk nach dem Drehbuch von Burny Bos nach den Büchern von Jet Boeke sollen die ganz Kleinen, die das Zielpublikum sind, auch schon früh dieses Mitmachen lernen.
Film und Theater sind für mich vor allem Betrachtungs-, Zuschau- und Zuhörveranstaltungen, wo der Mensch erst mal in Ruhe gelassen werden möchte.
Trotzdem sind die kleinen Geschichten, die hier animiert vorgetragen werden, gut nachvollziehbar. Sie finden im übersichtlichen Rahmen statt, der den Erfahrungsraum des Alltagslebens von den Jüngsten nicht sprengt.
Die Katze Tommy Tom und ihre Katzenfreundin Mauzi Mauz leben in einem Einfamilienhaus im flachen Holland. Ein großes Ereignis ist der Schnee, der will erkundet sein, der treibt die beiden nach draußen.
Dann spüren sie, dass in der Nachbarschaft etwas ist. Sie entdecken in einem Haus einen großen Hund. Andererseits haben die beiden einen Schlitten. Sie wissen von den Dünen in der Nähe und dort wollen sie rodeln. Ein gigantisches Unternehmen, bei dem ganz alltägliche Dinge dazwischen kommen. Wie den Schlitten über den Zaun hieven? Wie mit ihm auf der Eisfläche umgehen? Wie ihn wieder rausholen aus dem Eisloch?
Enten spielen mit und Eichhörnchen und auch Schafe und Hasen und mit dem Hund freunden sich die beiden Katzen auch an. Denn sie sehen, gemeinsam gehen viele Dinge besser, sowohl das Rodeln als auch der Umgang mit schwerem Gerät wie mit einem Holzschlitten.
Und, kindgerecht, der Film hat eine Spieldauer von nur knapp einer Stunde; er dürfte sein Nachwuchspublikum nicht überfordern. Die Bilder eines Bilderbuches, die gehen gelernt haben.