Rettet Weihnachten!
Wir wollen jetzt nicht sagen: vor solchen Filmen; so böse wollen wir nicht sein, keine Spiel- und Festverderber, denn was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsmann und damit ohne Geschenke.
In dieser Cyber-Weihnachtsindustriewelt gibt es ein Cyberscrooge. Der ist der Bösewicht, genauer gesagt: eine Bösewichtin, und die will den Weihnachtsmann verhindern; man darf sich, wenn es denn dem Zwecke dient, überall bedienen und garantiert immer bei Charles Dickens, erst recht, wenn man einen Ebenezer dazuholt in eine Weihnachtswelt, die eh überall räubert, in der digitalisierten Welt, in der Welt der Warenhaus-Ästhetik, in der Welt der Heavy-Metal-Musik, der Star Wars und im riesigen Fundus an Weihnachtsfilmware, sprich Weihnachtsmärchen.
Versteht sich von selbst, dass die Weihnachtsproduktion in einer High-Tech-Roboter-Industrieanlage stattfindet, die drohnenüberwacht ist; die Arbeiter sind die Elfen. Es sind aber nicht die Dinge, die die Kinder primär interessieren dürften. Es ist immer das Menschliche.
Jojo will Lehrling in der Weihnachtswerkstatt werden. Er wird in der Megafabrik auch angenommen. Zusammen mit anderen Lehrlingen erlebt er eine Führung durch die Cyber-Fabrik durch die CEO. Seine Enttäuschung ist groß, dass es den Weihnachtsmann nur noch als vielfältiges Hologramm gibt. Er selber sei in Rente gegangen.
Jojo will unbedingt den Weihnachtsmann finden. Dazu kann ihm vielleicht sein Opa verhelfen, der hat bei ihm noch gearbeitet und als Auszeichnung die silberne Schneeflocke erhalten. Auch eine magische Schneeglock wird hilfreich sein.
Es geht nun darum, mit der CEO, dem kleinen Elch und dem Opa den Weihnachtsmann zu finden. Gleichzeitig geht es in der Weihnachtswerkstatt drunter und drüber. Cyberscrooge will alles an sich reißen. Zum Glück hat sie selbst ein kleines Mädchen, was auf den Weihnachtsmann wartet.
So ist die Abenteuerkonstellation gesetzt. Die wird mit Action prallgefüllt und mit übervollem Dauerorchestersound zugeschüttet. Bis nach, wie Kinder meinten, zu langer Laufzeit, die Sache sich zum glücklichen Ende rundet. Allenfalls Kino im Sinne von Fastfood zum einmaligen Verzehr geeignet und garantiert nicht geschmacksbildend.