Gabby’s Dollhaus: Der Film

Das Spielen nicht verlernen

Im Puppenhaus wird gespielt. Da ist allerlei Getier, Kindergetier, Puppengetier. Das Puppenhaus steht bei Carlita. Gabby, die Tochter, hat früher auch mit ihren Puppen gespielt. Carlita macht mit Gabby und dem Puppenhaus auf einem Anhänger eine Reise nach San Francisco.

San Francisco ist eine hügelige Stadt. Man kennt die Straßenbahnen, die steil aufwärts oder abwärts fahren und die schon so manchen Filmemacher inspiriert haben. Hier löst sich der Anhänger mit dem Puppenhaus, kommt in Fahrt und bleibt vor einem Laden in der Stadt stehen.

Die mondäne und extravagante Vera, die in einer exklusiven Villa am Abhang wohnt, sieht den Wagen mit Puppenhaus. Sie sammelt Puppen wie Kunstwerke. Ihr Haus ist eine einzige Ausstellung, ein einziges Museum, gespielt wird darin nicht. Ihr Teddy Leopold ist unglücklich.

Vera kauft das Puppenhaus, obwohl es doch niemandem gehört und stellt es bei sich aus. Die Puppen darin verteilt sie in ihrem Haus wie neue Ausstellungsstücke.

Gabby macht sich auf die Suche nach dem Puppenhaus. Sie hat Katzenohren, die sie sich aufsetzen kann, und wenn sie ein kleines Ritual durchführt, wird sie selber zu kleinen Puppe.

Später wird auch Carlita sich auf die Suche machen. So kommt Gabby in die mondäne Villa und versucht, ihre Puppen und das Puppenhaus zu retten. Als Nebeneffekt der Auseinandersetzungen lernt Vera das Spielen wieder.

Ryan Crego hat das nach den Figuren von Traci Paige Johnson und Jennifer Twomey geschrieben und bunt, bilderfreudig und fantasievoll gestaltet, teils zuckersüß, teils überbordend vor Form-. Bewegungs-, Design- und Dekorfreude, ein bunte Palette von Licht- und Farbspielen. Es sind quietschbunte Farbspektakel, die abgehen.

Zudem gibt es Musical-Momente, in denen die jungen Zuschauer direkt angesprochen werden und am Schluss, wie es darum geht, die Magie wiederherzustellen und die Zuschauer im Kino aufgefordert werden, dem Nachbarn die Hand zu geben, haben die beiden Mädchen, die in meiner Kinoreihe saßen, ihrem Papa innig und strahlend die Hand gedrückt.

Die Story wirkt gegen Ende etwas ausufernd und das Thema. dass man das Spielen nicht verlernen soll, wird breit ausgewalzt. Es ist eine katzensüße Cat-Welt, katzig ohne kratzbürstig zu sein, katzenagil und katzenmobil, katzenantörnend und -schnurrend, temporeich mit einem Fantasiesog sondergleichen und auch Nüsse können zu lebenden Wesen und Figürchen werden, zu schweigen von den Süßigkeiten, von Keksen und Zuckerguss, der als Winterlandschaft auftaucht.

Vera selbst macht Online- und TV-Werbung für „Funkel Glitzer Kätzchenstreu“. Eine schnuckelige Referenz an den Animationsfilm Cars kommt auch vor.

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