Blabla-Sendung
Viel Blabla auf der Suche nach Stimmungen, Titelfrage bleibt unbeantwortet, was hält Bayern zusammen, wird nicht ansatzweise verfolgt und auch das mit der neuen Bundesregierung scheint ein schaler Titel zu sein, bis auf den Beitrag mit den Grenzkontrollen; der gibt ein eindeutiges Votum für den bayerischen Bundesminister des Inneren und seine aufgemotzten Grenzkontrollen ab (so weit, so Staatsfunk, würden böse Zungen unken).
Sonst hat die Sendung nichts mit der neuen Regierung zu tun. So richtig jemanden Unglückliches haben die Macher nicht gefunden; das sind Moderator Julian von Löwis, Regisseure Jutta Schön und Christian Schmidt nach der Recherche von Annette Hammerschmidt. Redaktionell betreut haben die Redakteure Astrid Harms-Limmer und Stephan Keicher und vermutlich haben auch sie ihre Gunst bei der Auftragserteilung zur Herstellung dieser Sendung walten lassen – oder ist die Ausrichtung der Sendung etwa kompetitiv ausgeschrieben worden?
Der Klimawandel wird gestreift mit einem Besuch im Wald und einem Gespräch zwischen Förster und Waldbesitzern inklusive einer Baumfällung. Der Klimawandel hat grad gar nichts mit der neuen Regierung zu tun und nach wenigen Monaten im Amt, kann sie da auch noch nichts erreicht haben; gerade der Wald ist eine Generationenangelegenheit, als Thema für eine Sendung mit obigem Titel ungeeignet. Oder man hätte sogar drauf hinweisen müssen, dass die ersten Signale der neuen Bundesregierung in punkto Klimaschutz auf mau stehen.
Das neue Glück des Hochschulprofessors, Tüftlers und Firmengründers aus dem Allgäu hat auch nichts mit der neuen Regierung zu tun, noch mit dem Zusammenhalt in Bayern, ok, die Hochschule hilft ihm, aber sein Glück hat sehr viel mit der üblen Weltlage und der Steigerung der Rüstungsausgaben zu tun; da wird er Profiteur der immensen Steigerung der Rüstungsausgaben durch die neue Bundesregierung – aber das hätte man dann auch deutlicher sagen können.
Thema Kita, Kinderbetreuung und Frauen, die arbeiten, ist so wichtig wie allgemeinplätzig, wie soll da die neue Regierung schon was geschafft haben, erst recht, da doch die Kommunen zuständig sind.
Die Integration ist ein Dauerbrenner. Da kapriziert sich die Sendung auf den erfolgreichen Fall eines vorbildlichen Syrers mit Firmenwerbung. Das hat grad gar nichts mit der neuen Bundesregierung zu tun. In Niederbayern geht es um eine „Stille Hilfe“, vom Palaver eines Mannes bleibt das Bild vom Kühlschrank übrig, der vielsagend voll oder vielleicht halb voll ist, das wirkt wie eine beliebige Zutat zu dieser für einen zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk vollkommen überflüssigen, gering qualifizierten und desorientiert wirkenden Schwatz- und Meinungsdreschsendung.
Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers!
Im übrigen bin ich der Meinung, dass dieser gigantische, öffentlich-rechtliche Rundfunk sozial unfair zulasten einkommensschwacher Haushalte finanziert wird.