The Toxic Avenger

Toxische Gülle aus vollen Rohren

sprüht Macon Blair, der mit Lloyd Kaufmann und Joe Ritter auch das Drehbuch geschrieben hat, auf die Leinwand mit konsequenter Trash-Intention. So richtig mal die Antiumweltsündersau rauslassen.

Eine Investigativ-Journalistin (Taylour Paige) und ein Putzmann (Peter Dinklage) wollen es dem Konzern BT so richtig zeigen. Der ist nicht nur eine Umweltsau, seine Bio Bouster – der Film nutzt gerne auch Schock-Takes – haben verheerende Auswirkungen. Ein Wischmob, der in solche Flüssigkeit getaucht wird, kann für magischen Kinotrash eingesetzt werden.

Die Journalistin will die Praktiken des Konzerns ans Tageslicht bringen und der Putzmann geht auf die Barrikaden, wie er vom Chef des Konzerns, Bob Garbinger (Kevin Bacon) nach Strich und Faden verarscht wird und weil seine Krankenkasse sich weigert, eine dringend benötigte Operation zur Behebung von Arbeitsfolgen zu bezahlen. Es läuft aber nicht rund. Der Putzmann fällt in eine giftige Brühe des Konzerns und läuft ab da als Mann mit Monsterkopf herum.

Der Film spielt in St. Romas Village, einem deprimierenden Vorort, geprägt durch die rücksichtslose Firma BT. Zur menschlichen Seite gehört, dass der Putzmann einen Sohn hat, Wade (Jacob Tremblay), ein verängstigter, verunsicherter Junge. Es ist ein Film voll schriller Figuren und entsprechender Ausstattung, nicht unbedingt von straff gebauter Dramaturgie.

Es ist ein Film, der es liebt, auf den Putz zu hauen, der Liebe zum bildnerischen und schnitttechnischen Exzess keine Grenzen setzen will und der vor keiner Übertreibung zurückschreckt, obwohl da immer noch Spielraum nach oben wäre. Ein Film, der sich genüsslich darin ergeht, die Menschheit als ein verkommenes Getümmel zu schildern, das die Leinwand aus vollen Rohren mit Giftmüll besprayt.

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