Dowton Abbey: Das große Finale

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in der Handhabung all der großen und kleinen Probleme des Every-Day-Life, das beherrschen die Briten großartig, lange eingeübt durch eine Fernsehserie und zwei vorangegange Kinofilme, Downton Abbey und Downton Abbey II: Eine neue Ära.

Im ersten ging es in der Familienresidenz um einen angekündigten Besuch des Königs, im zweiten um den Einzug des Kinos mittels Dreharbeiten in die fürstlichen Gefilde. Maggie Smith war das dominierende Familienoberhaupt und sie hat Attitüde und Stil geprägt. Jetzt ist sie tot, sowohl im richtigen Leben als auch in der Reihe. Ihr Ölporträt prangt hoch oben an der Wand eines der unzähligen Salons des Schlosses, ihr Geist weht durch Räume und Geschichte.

Eines der alltäglichen Probleme, das sich den Hinterbliebenen stellt, ist das Ausräumen der Wohnräumlichkeiten von Violet, wie Maggi Smith’s Rollennahme war. Oberhaupt der Familie ist jetzt Robert (Hugh Bonneville) mit seiner Frau Cora (Elizabeth McGovern). Sie denken selbst nach über einen Rückzug ins Altenteil, auch das ist eines dieser alltäglichen Proleme, die das Leben schafft.

Ein deutlich größeres Problem ist der gesellschaftliche Skandal, den die Scheidung ihrer Tochter Daisy (Sophie McShera) auslöst. In ihrer Gesellschaftsschicht und bei den Nachbarsadeligen werden sie dafür geächtet, sie stehen gesellschaftlich isoliert da.

Ein weiteres Problem, für den britischen Adel, ein eher belächelt behandeltes, weil sie es sich gar nicht so richtig vorstellen können, sind die enormen wirtschaftlichen Verluste im Rahmen der Weltwährungskrise; gewaltige Fehlinvestments, Schulden, das kennen die nicht. Hier kommt aus dem Hut gezaubert ein vermeintlicher Retter und Amerikaner Tom (Allen Leech) mit fixem Lächeln. Flirts und Amouren gegenüber ist er nicht abgeneigt. Aber es gibt Leute, die haben Infos über ihn.

Das Gegengewicht, Gegenstück, das wie ein siamesischer Zwilling mit den Herrschaften verbundene Teil, ist das Gesinde. Auch hier geht es munter zu und her. Durchlässigkeit zu den Herrschaften ist gegeben. Der alte Butler Mr Carson (Jim Carter) steht vor dem Problem des Aufhörens. Ebenso Mrs Patmore (Lesley Nicol). Die Dienerschaft behandelt ihre menschlichen Probleme genau so stoisch, wie die Herrschaften, mit Stil. Zum Stil gehören die perfekten Kostüme, vor allem die Roben der adeligen Damen sind eine Augenweide, aber auch die Stoffe der Anzüge der Herren verdienen Aufmerksamkeit. Der Geist von Maggie Smith durchweht den Film und verhilft der Ensembleleistung zu ungewöhnlicher Kompaktheit.

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