Die nackte Kanone

Halbe halbe

Der Film von Akiva Schaffer der mit Dan Gregor und Doug Mand auch das Drehbuch geschrieben hat, fängt rasant an und wie Liam Neeson als Frank Drebin Jr. den anfänglichen Banküberfall als Agent, der sich nicht ans Gesetz hält, löst, da guckt man schon hin, freut sich, wundert sich.

Auch Franks Fahrten mit dem selbtfahrenden Auto, in welchem er friedlich vor sich hindöst, während es die Fahrspur verliert und dieses nach einem menschlichen Fahrer ruft, ist nicht ohne Ironie.

Frau Spaghetti sowieso oder Beth Davenport erhält in Pamela Anderson eine faszinierende Darstellung einer Femme Fatal, die den Agenten rumkriegt wie irgendwas. Einmal scattet sie so falsch wie beim Scatten eigentlich gar nicht geht, in der Bar des Oberbösewichtes Richard (Danny Huston).

So schnell wird nicht klar, dass der scheinbare Selbstmord mit Auto auf einer engen Küstenstraße mit dem Banküberfall vom Vortag zusammenhängen. Richard dirigiert von der Ponze Scheme Arena aus, während dort Kämpfe laufen. Beim Banküberfall ist verwunderlich, dass kein Geld geklaut wurde. Aber ein Banksafe wurde aufgebrochen. Dort verschwand, das war deutlich zu lesen, das Plot-Device.

Später erfahren wir, dass es nicht darum geht, den Plot einer Geschichte zu zerstören, sondern dass Plot in diesem Zusammenhang die Abkürzung ist für Primordial Law Of Toughness. Das wiederum erscheint als relativ laue Erfindung. Sie kann aus Menschen Wilde machen oder sie auch wieder beruhigen; dann erstarren sie schier.

Es gibt noch den Running-Gag mit den Kaffeebechern mit dem Sidekick von Frank, Ed Hocken (Paul Walter Hauser); es gibt die etwas sehr herausgestellte Szene, in der Richard (Danny Huston) Frank und Beth in seiner Wohnung beobachtet, und wie die Vorhänge zugezogen sind, mit einer Wärembildkamera irritierende Bilder zu sehen bekommt.

In der Wohnung selbst die übliche Unordnung eines männlichen Singlehaushaltes, nur, dass hier statt Socken und Küchenutensilien Panzerfäuste, Patronen und dergleichen herumliegen.

Es gibt die Verhörsituation, in der Frank seine Bodycam sprechen lassen will, die erzählt aber nicht von dem Überfall, sondern was er den ganzen lieben langen Tag so treibt; auch das kommt für heutige Kinoverhältnisse zu breit und ausgewalzt daher, so lustig die Grundidee auch ist.

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