Altweibersommer

Betulich in den Gefilden des österreichischen Humorfilmes

Sympathisch ist er allemal, dieser lakonische österreichische Humor, der sich immer erneut wundern kann über den Zustand der Welt und die Verhaltensweisen der Menschen, über das Zusammenspiel zwischen Natur, Kreatur und Technik und dass dabei immer irgendwann die Polizei ins Spiel kommt, hier ist es der nette Jürgen (Oliver Rosskopf), der dem Protagonistinnen-Trio wegen einer Befragung bis nach Venedig nachreist.

An den Lido sind Astrid (Ursula Strauss), Elli (Pia Hierzegger; sie ist auch die Drehbuchautorin und Regisseurin) und Isabella (Diana Amft) ausgebüxt. Sie haben ihren geplanten und begonnen alljährlichen Urlaub auf einem Wohnwagenplatz in Österreich vorzeitig abgebrochen, sind aber nicht wie beabsichtigt nach Hause zurückgekehrt, sondern Astrid und Isabella haben die krebskranke Elli spontan nach Venedig eingeladen.

Die Stimmung auf dem Campingplatz unter den drei ist supoptimal. Elli hat ihre Chemo hinter sich. Astrid macht gerade eine Fastenkur, will nicht rauchen und trinken. Schlechte Voraussetzungen für Geselligkeit.

Hinzu kommt der Unfall des aufdringlichen, einzigen anderen Gastes auf dem Wohnwagenplatz, Chris (Thomas Loibl), der schon mit seinem geschliffenen Hochdeutsch in der Dialektsause wie ein Fremdkörper wirkt.

Aber auch in Venedig laufen den Damen Männer über den Weg, das Spiel ist nie und nirgends aus. Dort ist es Moussa (Emmanuel Ajayi), der hartnäckige Souvenirverkäufer; Elli will aber weder Plastik noch ‚Made in China‘, und doch wird er ihr plötzlich nützlich nach einem Blechschaden nach dem Bonmot, dass Frauen nicht einparken können.

In Venedig verläppert sich, versickert die Handlung des Roadmovies wie ein Fluss in einem Delta.

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