The Fantastic Four: First Steps

Solche Helden braucht die Welt,

die man für fähig hielte, einen Donald Trump von seiner Position hinwegzufegen. Das würde man unseren Tophelden zweifellos zutrauen: Reed (Pedro Pascal), Sue (Vanessa Kirby), Johnny (Joseph Quinn) und Ben (Ebon Moss-Bachrach). Auch ihr Feind ist ein Megamonster, Galactus (Ralph Ineson), eine Art indischer Gott wie aus Urzeiten und von der taumelnden Gewalttätigkeit eines King-Kong. Seine Gesandte, eine Art Göttin auf einem Surfbrett, die durch das All saust, ist Shalla-Bal (Julia Garner).

Dies Fantastischen Vier sind solide gebaute Charaktere. Sie waren in The Fantastic Four bereits kennenzulernen. Dort fing alles noch viel solider an, die Jungs als Garagentüftler, die ein paar Jahre später von einer Weltraummission verändert zurückkommen, jetzt ausgestattet mit Superkräften.

Sie leben heute ordentlich modern mit Haushaltsrobotern in dem architektonisch geilen Wolkenkratzerteil, was spitz in den Himmel ragt und über dessen Eingang in großen Lettern prangt: „Future Foundation“. Das ist auch die Startrampe für die dringliche Mission, zu der sie in diesem Film von Matt Shakman, nach dem Drehbuch von Josh Friedman, Eric Pearson und Jeff Kaplan (so die Angaben in IMDb), erneut starten müssen.

Es gibt eine gravierende Veränderung. Sue ist schwanger, hochschwanger sogar. Da ist es die Frage, ob es ratsam sei, in diesem Zustand in eine so ferne Galaxie sich zu begeben, die fernab unseres normalen Vorstellungsvermögens ist. Aber, da es um die Rettung des Planeten geht, das hat die Botin aus jener Welt, Shall-Bal, vermittelt, ist es überhaupt keine Frage.

So viel darf gespoilert werden, das Knäblein kommt zur Welt, keine weiteren Details hier, und der böse Galactus erhebt Anspruch auf den Säugling, denn beide Elternteile besitzen, wie er wohl meint, bestimmte Genmutationen, die aus seinem Reich stammen.

Kind oder Vernichtung der Welt? Ein brutale Frage an die Elternliebe und das Volk, das davon erfährt. Es reagiert schnell, pikiert und gnadenlos. Auf die Realwelt transkribiert würde die verzwickte Frage an Papa und Mama lauten: Trump weg oder Baby weg?

Die Autoren haben sich eine Antwort einfallen lassen, die mit enormem Leinwandspektakel verbunden ist; die massiven Anleihen bei King-Kong verstehen bestens zu faszinieren. Wobei so ein Superweltereignis nie den Charakter einer ausufernden Kinderspielzeugwelt verliert, wie sonst sollten wir es begreifen.

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