Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim

Alles nur eine Frage der Liebe?

Von Natur aus wären sie wohl für die Liebe bestimmt, die Tochter von König Helm und der Sohn von dessen Vasall Wulf, Freca. Als Kinder spielten sie miteinander, einträchtig, kämpften miteinander. Aber es hat nicht sollen sein. Sie will ihn nicht und sein Vater probt den Aufstand gegen ihren Vater. Die Kacke ist am Dampfen, der Krieg bahnt sich an.

Es wird ein furchtbarer Krieg, der in einen Belagerungskrieg ausartet und der von Verrätern angeheizt wird. Dabei stellt sich die Frage der ökonomischen Sinnigkeit von solchen Kriegen und man denkt an den Krieg, den Russland gegen die Ukraine schlecht vorbereitet begonnen hat und dessen wirtschaftlichen Folgen im Angreiferland immer spürbarer werden, der Rubel im freien Fall.

Der Animationsfilm von Kenji Kamiyama nach dem Drehbuch von Jeffrey Adiss, Will Matthews und Phoebe Gittins erfindet eine Vorgeschichte zur Gundolf-Story. Diese wird voice-over erzählt und auch gut nachvollziehbar vorgetragen.

Allerdings habe ich mich lange schwer getan, mich für die Animation zu erwärmen, so ordentlich sie erzählt ist; in der Herstellung der Bilder scheint mir zuviel KI eingesetzt worden zu sein, die eine gewisse Sterilität gerade in der Perfektion und der Kontinuität bewirkt, so dass oft ein sehr statischer Eindruck entsteht und dieses Flirrend-Schwirrende händischer Produktion entfällt, in der der Atem des Zeichners zu spüren ist.

Erst mit dem Eintreten des Spukhaften, des Gespenstischen, des Fantasievollen gegen das Depressive des Königs, hat mich die Geschichte dann bis zum Schluss gepackt. Eine ordentliche Heldengeschichte und wenn Hera im weiß Brautgewand auf der Brücke kämpft, so ist das eine eindrückliche Show.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert