Wenn Welt- und Waldrettung so einfach wären.
Gut, es sei ein Film für die ganz Kleinen, heißt es.
In einem friedlichen Wald ohne Fressen und Gefressenwerden, leben verschiedene Tiere in Eintracht in biedermeierhaft eingerichteten Bäumen und Räumen. Es gibt einen Dieb. Aber auch der scheint integriert im Film von Mascha Halberstadt nach dem Drehbuch von Fabie Hulsebos.
Das Böse oder mindestens der Gefährliche ist der Biber. Der hat mit zwei Adjutanten, Ratten, einen Staudamm aus abgebissenen Holzstämmen errichtet. Innen in seinem Bau hat er ein Wunderwerk an Technik geschaffen, ein Spielparadies.
Der Biber fängt an, den Stausee zu fluten. Das führt zu Überschwemmungen bei den Waldtieren. Die machen sich auf die Suche nach der Ursache. Letztlich geraten sie in die Fänge des überaus organisierten, aber einsamen Bibers.
Die gefangenen Tiere solidarisieren sich untereinander, machen Stimmung im Bibergefängnis. Das macht dem Biber seine Einsamkeit bewusst und er fängt an, den Staudamm wieder einzureißen.
Das ist die vielleicht etwas seltsame Charakterisierung des Bibers, der doch primär im Familienverband lebt; ihn hier als egoistisch, einzelgängerisch und monomanisch darzustellen; aber auch als mit schneller Einsicht begabt.
Die deutsche Synchro ist passabel, an manchen Stellen etwas kindisch. Die Figuren sind eine Art Knetfiguren und entwickeln ihren eigenen Charme. Es gibt die liebevoll Euli genannte Eule; eine Meernixe, die wichtig wird bei der Rettung der Tiere; es gibt unterhaltsame Teppichschlitterpartien, eine abenteuerliche Rettung und ebensolche Seefahrten.