Die Natur machen lassen.
Isabella Tree und ihr Mann Charles Burrell haben seit etwa 2000 ihre riesige Landwirtschaft (14 Quadratkilometer in der deutschen Synchro) im Süden Englands der Natur überlassen und zur Pflege des ausgelaugten Bodens Pferde, Ponys, Stiere, Schweine, Hirsche ausgewildert, die in der freien Natur überleben: Knepp Wildland.
Auslöser für die Beendigung der bisherigen, industriellen Landwirtschaft waren kaputte Bäume und die Analyse des Baumforschers Ted Green, der auf den Zusammenhang zwischen Erde, Bäumen und Mykorrhiza hinwies und dass die industrielle Landwirtschaft letztere zerstört.
Isabella Tree hat ein Buch über diese Transformation geschrieben. Daraus hat David Allen nun diese Spiel-Doku gemacht und die Geschichte recht schwärmerisch rekonstruiert. Dabei sind die Fakten schon faszinierend genug.
Isabella Tree wird dargstellt von Rhiannon Neads und Charlie Burrell von Matthew Collker. Es gibt auch amüsante Szenen, wenn die Schlossherren eine Party geben und ein Schwein auftaucht und sich am Büfett gütlich tut oder wie ein wildes Pferde plötzlich in einem Polospiel mitmischt.
Zu dem Thema gibt es jede Menge Filme, es kann auch nicht genug auf die Wichtigkeit von Artenvielfalt, der Lebendigkeit der Krume und der Regenerationsfähgkeit der Natur hingewiesen werden.
Das Geheimnis der Bäume, wie sich ein Urwald in 800 Jahren selbst regneriert, Der Bauer und sein Prinz über Charles, der inzwischen britischer König ist und seine biologische Landwirtschaft,
Und es geht doch! Agrarwende jetzt!, Unser Boden,
Unsere große kleine Farm, ein Beispiel aus Kalifornien im Kleinen, um nur ein paar Beispiele anzuführen.
Was in solchen Filmen gerne zu kurz kommt, das sind Einblicke in die Ökonomie, wie sich das rechnet, ob Tiere geschlachtet werden, ob die Besucher, die es inzwischen dank Storch (seit Hunderten von Jahren die erste Ansiedlung in Großbritannien) oder Biber auf Knepp gibt, bezahlen müssen. Und auch, wie die Vision, die am Ende des Filmes erwähnt wird, dass ganz Britannien so bewirtschaftet würde, sich ernährungstechnisch für das Land auswirkte.