Butchers Raghorn

A sad, sadistic motherfucker,

so bezeichnet sich Clyde (Nick Biskupek), der mit dem Crusher (Michael Swatton) in einer Horrorhütte im Wald lebt. Dort treiben sie ihr Unwesen.

Clyde ist der smartere, der auch mal zur Gitarre singt, der die Verbrechen die er begeht, die Folterungen, auf Video aufzeichnet und der auch den Hinweis auf das Texas Kettensägemassaker bringt, mit dem Zusatz, dass wir hier nicht in Texas seien.

Crusher ist der glatzköpfige, bullige Schlachtertyp. An ihm sind seine Atemgeräusche faszinierend, wie ein hungrig-erschöpftes Tier.

Wir sind irgendwo in der amerikanischen Provinz, in einer menschenarmen Provinz mit viel Wald und ungeteerten, kaum befahrenen Straßen. Wenn da ein Auto von auswärts an die Tankstelle kommt, so fragt der gemütliche Sheriff Hill (Mark Templin) schon mal, wo man herkomme und wo man hingehe.

Das ist ungangehem für Josh (Sam Huntsman), Sarah (Hollie Kennedy), Rico (Miguel Cortez) und Brian (Dave Coleman), die in ihrem Lincoln hintendrin ein Entführungsopfer (Corgand Svendsen) haben. Sei eine Viertelmillion wert. Das muss man überspielen.

Die Gruppe will eigentlich nur Geld und kein Blut. Wie das so ist mit den guten Vorsätzen. Da kann ein Wapiti-Hirsch dazwischen kommen und dann müssen sich die Wege mit denen der Sadisten kreuzen. Da wird es dann ganz furchtbar, horrorhaft, passend zum Modewort Bodyhorror.

Dass es so kommen wird, erzählt der Film gleich zu Beginn mit der Schilderung einer Szene mit Crusher. Er verfolgt eine blutende, junge Frau im Nachthemd im Wald. Und keine drei Minuten vergehen, bis heftig Blut fließt, nicht realistisch, sondern wie es sich für trashighen Horror gehört: schön und viel.

Das Hackebeil auf dem Holzstock ist signalhaft deutlich ins Bild gerückt.

Ganz so abwegig sind solche Bebilderungen der Menschheit als verkommener Gattung, als Abschaum nicht angesichts der Bilder von den tagtäglichen Blutbädern in der Ukraine, in Gaza, im Sudan und an vielen weiterern Orten. Es ist nicht alles humanistisch, was auf zwei Beinen steht.

Faszinierend ist auch der Sheriff, der inmitten all der Katastrophen in stoisch-professioneller Ruhe Spuren betrachtet und diese verfolgt, ohne jede Aufgeregtheit, ohne jede Nervosität. So, als sei dem Amt zu vertrauen.

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