Be My Slave 2 (DVD)

Druck rausnehmen,

das ist womöglich nur die oberflächlich-vordergründige Begründung für den Seitensprung, des jungen Angestellten, der in einem Großraumbüro eines Verlages arbeitet, um sich auf eine Affäre mit der Frau eines wichtigen Kunden, Akino, einzulassen. Denn er steht kurz vor der Heirat mit Nozom. Der Pfarrer hat schon gemahnt, sie müssten zwischen Gut und der Herrschaft des Teufels unterscheiden.

Auch hier, wie schon im ersten Be My Slave – Film, treibt Leichtsinn und männliches Übergehabe den jungen Angstellten dazu, mit der Frau zu flirten. Und führt ihn auf die Minenfelder abenteuerlichen Geschlechtslebens, das Grenzen austesten will; der Zwang zur steten Erhöhung der Dosierung.

Und wie im ersten Film, scheint das alles nicht ganz freiwillig und aus eigener Entscheidung zu passieren. Es gibt auch hier den Lehrmeister, den Manipulator im Hintergrund. Das ist der Kunde selber, der Ehemann von Akino, der sich bald rührt und nicht etwa verlangt, die Affäre zu beenden, sondern sie zu vertiefen, seiner Frau die Lüste und Freuden des Sklavendaseins beizubringen und ihm darüber minutiös und mit Videoaufnahmen Bericht zu erstatten.

Schon sitzt der sexuelle Freigeist in der Falle. Seine Braut spürt die innere Entfremdung. Gleichzeitig behandelt sie als Zahnärztin den Manipulator. Diese Meister bleiben, zumindest aus diesen ersten beiden Filmen zu schließen, die geheimnisvollen Figuren im Hintergrund. Sind sie vielleicht Symbole für das ES in der Konstitution menschlicher Triebhaftigkeit?

Immerhin kann der Weg der Grenzerfahrung zu einer Läuterung führen – nebst all der Lust für die Augen an makellos nackter Haut und gepflegtem Edelsex, der elegant auf die Lächerlichkeiten von Nah- und Großaufnahmen der entsprechenden Teile verzichtet.

Zu geistigen Erhöhung des Kitzels wird ein Buch über das wilde Sexleben einer Kaiserin Theodora in wilden Vorzeiten ins Spiel gebracht. Der Herausgeber oder Autor ist wer? Ja, genau, der große Manipulator im Hintergrund.

Der Film stammt aus Japan aus dem Jahr 2018 und die Regie führte Hideo Jojo.

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