A Killer’s Memory – Knox goes away

Sauber aufräumen wollen

John Knoxens Karriere als Killer war makellos. Der gebildete und literarische informierte Mann, der nicht zufällig den Zusatznamen ‚Aristoteles‘ zwichen Vor- und Familiennamen platziert, legte eine einwandfreie Killerkarriere hin; nie hat er ein Härchen, nie einen Fingerabdruck, nie hat er eine identifizierbare Spur hinterlassen.

Es gab einmal nur einen Zwischenfall mit einem Taxifahrer. Er ist auch ökonomisch umsichtig umgegangen, hat wertvolle Gemälde, Diamanten und Bargeld gesammelt und vorsichtig versteckt.

Allerdings hat der berufliche Perfektionismus seinen Preis: längst ist er getrennt von seiner Frau. Von seinem Sohn Miles (James Marsden) hat er Jahre nichts gehört; er weiß nicht mal, dass er eine bildhübsche Enkelin hat, Cheryl (Lela Loren).

Die Einsamkeit des Killers. Lediglich einmal die Woche trifft er die Russin Ludmilla (Sasha Neboga), die ihm gegen die Verspannung hilft.

Die Diagnose Creutzfeldt-Jakob lässt ihn ans Aufhören denken und das möchte er genau so clean und sauber machen, wie er sein Leben erledigt hat – und wie auch der Film in seiner Ausstattung, in seinem Storyboard nach dem Drehbuch von Gregory Poirier und in der Regie von Michael Keaton daherkommt. In dieser Krankheit liegt sein Problem.

Der Film nutzt die Krankheitssymptome, die sich schnell häufen, Creutzfeldt-Jakob sei eine aggressivere Form von Alzheimer, erklärt ihm der Doktor, um diese verschwimmenden Bewusstseinszustände zu schildern in Form von Unschärfen, Aussetzern, plötzlichen Blacks und mit Gedächtnisproblemen, gegen die ein Notizblock helfen soll.

Für seinen Auftraggeber Xavier Crane (Al Pacino) will er noch einen letzten Job erledigen. Der geht schief, da tötet er seinen Kumpel Thomas (Ray McKinnon). Er möchte dies wenigstens sauber erledigt haben, ohne auf sich hinzuweisen, die Spuren perfekt vertuschen.

Zudem meldet sich sein Sohn bei ihm, der den Schwängerer seiner Tochter umgebracht hat. Das ergibt Belastungen für die schwindende Präsenz und die nachlassende geistige Kraft von John Knox.

Michael Kain spielt das fabelhaft und hat eine für sein Alter enorme auch physische Präsenz, agil auf Einbrechertour in fremde Wohnungen und beim Bearbeiten von Spuren. Allerdings hat er in der Kriminalkommissarin Emily Ikari (Suzy Nakamura) eine ernst zu nehmende Gegenspielerin, die sich dank klaren Verstandes nicht so leicht einen Bären aufbinden lässt in diesem cleanen Thrillerschmankerl.

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