What Happens Later

Zwei-Personen-Konversationsstück

Vor Jahren ein Erlebnis an einer Theaterkasse, erfährt die potentielle Zuschauerin, dass es sich bei dem von ihr angefragten Stück um ein Zweipersonenstück handelt, worauf sie sich dann doch für eine Aufführung mit mehreren Darstellern entscheidet. Will sagen, man muss das schon mögen, sowieso im Theater, aber erst recht im Kino, wenn es praktisch nur zwei Protagonisten gibt und diese kaum Aktion haben, sondern vielmehr pausenlos Texte austauschen.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese Gespräche in den Warteräumen eines abgelegenen Provinzflughafens in den Vereinigten Staaten stattfinden. Ein Unwetter bringt die Flug- und Umsteigepläne durcheinander.

Es ist der 29. Februar und der ist schicksalshaft für die Wiederbegegnung von Will (Meg Ryan) und Bill (David Duchovny). Das letzte Mal, als sie sich so über den Weg liefen, war vor 6 Schalttagen, also müssen es über 20 Jahre her sein. Auch seit ihrer Verliebtheit.

Logisch, dass die anfangs verlegenen Gespräche, die den Small-Talk gleich thematisieren, nach und nach der Aufarbeitung der Vergangenheit, dem Aufdecken von Nichtgewusstem und einer Wiederannäherung dienen.

Das Theaterstück „Shooting Star“ von Steven Dietz ist solide gebaut. Meg Ryan hat das vielleicht auf der Bühne gesehen und eine Rolle für sich gewittert. Sie hat das Theaterstück zusammen mit Kirk Lynn und Steven Dietz zum Drehbuch umgearbeitet, sie ist Mitproduzentin und hat auch gleich neben Hauptrolle, die wegen Arthrose hinkt, die Regie übernommen.

Da sich Meg Ryan mit einem professionellen Filmapparat umgeben hat, ist daraus ein ordentliches Kinostück geworden. Aber wie gesagt, man muss Zweipersonenstücke und Meg Ryan selbstverständlich mögen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert