Mars Express

Fasziniert

sitzt man da, bestaunt diese cleane Marswelt, durch die ein Hauch von Tatis synthetischer Stadt weht und die am Ende sich entleert mit einem Exodus der sonderbarsten Wesen, die Melancholie und Trauer zugleich ausstrahlen, weil sie manipuliert worden seien und die Aktionärswelt ihnen einen Glauben eingepflanzt habe, der sie auswandern lässt.

In der Marswelt wiederum passieren ganz irdische Dinge, Aline soll einen Mordfall aufklären.

Aber es ist keine reine Menschenwelt. Es ist eine Roboterwelt, eine Androidenwelt. Diener Carlos von Aline ist so ein Kunstgeschöpf, basierend auf einem Toten. Und, ganz fremd, gibt es in dieser Welt sogar Organisches, mehr als Rarität.

Vor allem geht es um Manipulation, um Softwaretakeover. Es geht um Wissensvorsprung und um Unverletzlichkeit, um Vertrauen und Vertrauensbruch. Auch um ganz irdische Dinge, wie vergangene Liebesbeziehungen.

Es gibt aber auch die Variante, die zur Frage führt: „He, Du baggerst echte Frauen an, kannst Du Dir keinen Roboter leisten?“.

Es ist eine Welt, die mein rationales Weltbild überfordert vor der Frage, wie weit die KI von Robotern und Androiden Eigenleben entwickeln und somit zur Gefahr für ihre Erfinder und Manipulatoren werden können.

Die Rede ist von Lernhilfedrogen und davon, dass beispielsweise eine Studentin einen Roboter so programmiert, dass er für sie arbeiten kann. Und die Rede ist von Brainfarmen.

Gleichzeitig spielt der Alkohol mit, der zum Risiko werden kann. Noch menschlich-irdischer wird es, wenn von Slips, die Rede ist, die der eine Roboter vor Jahren das letzte Mal gewechselt hat oder beim Fund eines solchen, fremder Herkunft in einem Schlafsack.

Futuristisches mit Pikant-Ordinärem angereichert. Zeichnerische Welten faszinieren meist allein schon dadurch, dass alles in ihnen gesetzt ist und dass sich der Zeichner dabei meist auch was gedacht haben.

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