Lola

Apparatur, um künftige Fernsehsendungen zu sehen

Eine solche Apparatur sollen die beiden Schwestern Martha (Stefanie Martini) und Thomasina (Emma Appleton) in der Zeit des zweiten Weltkrieges erfunden haben. Sie konnten die Funksprüche der Nazis früher abfangen und wussten somit Bescheid über geplante Angriffe auf England. Vor diesen haben sie als „Engel von Portobello“ die Bevölkerung gewarnt, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte.

Dem britischen Militär ist es gelungen, diesen trickreich versteckten Sender ausfindig zu machen. Es kommt zur Zusammenarbeit und zur Beendigung des Luftkrieges.

Die Flunkereien von Andrew Legge, der mit Angeli Macfarlane auch das Drehbuch zu dieser wenig verbrämten Fake-Doku geschrieben hat, gehen damit weiter, dass die beiden Schwestern als Doppelagentinnen enttarnt werden. Aber sie können auch schon Musik der Nachkriegsjahre vorweghören.

In der Besetzungsliste bei IMDb wird Adolf Hitler höchstpersönlich „as himself“ erwähnt, da der Film nicht auf Propagandamaterial aus der Nazizeit verzichten zu können glaubt, wieso auch immer; vielleicht weil Deutschland seither keinen größeren Star mehr hervorgebracht hat?

Der Nachteil bei der Verwendung von Archivmaterial ist der, dass umso mehr auffällt, wie gut ernährt heutige Darsteller sind im Vergleich zu Menschen aus den 30ern- und 40ern, also den Kriegsjahren. Auch die extrem fahrige Kamera ist offensichtlich heutig. Das mindert selbstverständlich das Sehvergnügen und man fragt sich, was der Filmemacher uns überhaupt erzählen will mit dieser Story; die sonderlich originell nicht ist.

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