Wie aus dem Tagebuch
So trefflich schildert Molly Manning Walker in ihrem Film die Party-Reise der drei britischen Freundinnen Tara (Mia McKenna-Bruce), Skye (lara Peake) und Em (Enva Lewis), dass es durchaus auf eigenen Erlebnissen beruhen könnte.
Die drei Frauen geben ihr Alter nicht preis. Sie haben Prüfungen hinter sich, die entscheiden, wie es in ihrem Leben schulisch weitergeht, aber sie kennen die Ergebnisse noch nicht. Sie wollen auf Kreta in Malia das Leben kennenlernen, genauer, sie wollen Sex haben, ohne dabei Beziehungen eingehen zu müssen. Sie sind noch sehr jung. Sie sind sehr aufgedreht und erlebnishungrig. Das ist heute mit Handkameras und viel Spontaneität wunderbar hautnah filmbar.
Und prompt haben sich auf dem Nachbarsbalkon britische Jungs einlogiert, Badger (Shaun Thomas) und Paddy (Samuel Bottomley). Die Frauen stürzen sich ins Partygetümmel, die jungen Männer ebenfalls. Griechenland, Sonne, Meer, Sex schwebt über allem. Wobei just das mit dem Sex, wie aller Anfang, schwer ist.
Tara scheint die Identifikationsfigur der Regisseurin zu sein in ihrem hübsch weiblichen Film, sie wird nächtens am Strand ihr erstes Sexerlebnis haben und das verstört sie. Und da man sich im Hotel, am Pool oder in Malia weiter über den Weg läuft, stellt sich gezwungenermaßen die immer wieder gestellte Frage, wie weiter, es nochmal machen oder es dabei bleiben lassen? Denn schon ist der Kurzurlaub in Griechenland vorbei – und der Film auch.