Chaos, Rost, Greekness
und vieles mehr.
Mit Chaos sind die Handlungen der Menschen in der Familie um Fotoula Portokalos gemeint, die gespielt wird von Nia Vardalos, einer amerikanischen Schauspielerin griechischen Ursprungs und die diese Kinoreihe schreibt, inszeniert und auch eine der Hauptrollen spielt. Dieses menschlich-griechische Chaos zeichnet sich dadurch aus, dass es immer wieder in Zielen mündet; hier wird es eine Reise des halben Portokalos-Clans an den Ort seiner Vorfahren in Griechenland, mit dem geplanten Höhepunkt einer großen Familienvereinigung.
Rost bezieht sich mehr auf technische Gegebenheit, das kann ein Schiff sein oder ein Transportfahrzeug, resp. deren Zustand.
Greekness ist das, was alles verbindet, was dem Film seine Atmosphäre aufdrückt, auch herrlich chaotisch hergestellt und geschnitten. Die Greekness kennt oft keine Grenzen, speziell beim Feiern nicht, aber auch manchmal beim Acting ohne jede Scheu vorm Overacting.
Die Grundmessage ist die der griechischen Lebensfreude, die durch nichts zu killen ist.
Schwierig bei solchen Familienfilmen scheint mir oft, genau zu eruieren, who is who, wer ist wer, wer ist mit wem wie verschwägert. Auch die Familie weiß es nicht immer, besonders nicht, wenn sie plötzlich im Dorf ihrer Vorfahren auftaucht und dort neue Familienmitglieder vorfindet.
Der Nachwuchs will heiraten, wodurch auch der erste Teil des Titels wunderbar erfüllt wird.
Das kleine Dorf Vrisi, fast leerstehend und mit einer resoluten Alten bewehrt, droht schier unterzugehen im großen Familienfest, fett mit Musik und Tanz angereichert. Und merke Dir, Frauen trinken nicht, schon gar nicht die Exilgriechinnen. Und wer über diesen Film schimpft, der hat einfach die Greekness nicht verstanden.