Zur Kompensation
Anpinkeln, Scheiße, Scheiße, Kacke, Fuck, Fuck, Vögel haben keine Genitalien, lecker Kotze, Du bist echt zum Ficken, wir kacken uns den Weg frei, Eier abreißen, Schwanz abreißen, meistens wichst er, WPU = Winziger Penis Urin, Kackpratze, böser Scheißhund, nicht die Couch rammeln, Ihr könnt alles rammeln, was ihr wollt – das sind einige Müsterchen aus der deutschen Ordinärsynchro.
Man kann sich fragen, für wen dieser Film gemacht ist, wem es denn Spaß machen dürfte, im Kino anderthalbstundenlang solchene sich ewig wiederholenden Texte zu hören, die vor allem von Hunden gesprochen wird.
Ok, Drehbuchautor Dan Parrault hat den Ordinär- und wohl auch Kompensationswust an Texten in das Skelett einer lockeren Geschichte eingebunden.
Reggie ist ein armer Köter, der bei einem Hundehasser von Herrchen Doug (Will Forte) ist, der ihn nur mies behandelt, der Film könnte in diesem Moment wie ein Lob der Kaputtheit gesehen werden. Aber Reggie ist ein Hund und somit von hündischer Treue und liebt und verehrt sein Herrchen abgöttisch, interpretiert alle seine Untaten als Zuneigung.
Wie Herrchen Reggie drei Stunden Autofahrt entfernt aussetzt, lernt Reggie eine andere Welt kennen, diejenige der städtischen Streuner. Mit Reggie und dreien davon inszeniert Regisseur Josh Greenbaum anschließend ein Roadmovie: der Weg zurück – dank feiner Näschen – der kleinen Hundetruppe voller Abenteuer und Dingen unter der Gürtellinie. Ziel der Reise ist es, dem bösen Menschen Doug die Eier abzureißen.