Geistervilla

Ein Fest der Spukbilder

aus prächtiger Villa in New Orleans voller Schnittmengen verschiedener Zeitebenen, Spuk as Spuk can, das ist es, was Disney uns unter der souveränen Regie von Justin Simien nach dem Drehbuch von Katie Dippold anbietet, ein Spukaugen- wie auch Ohrenschmaus, tolle Kostüme, prima Darsteller, erstklassig multispukhafte Ausstattung, eine Geschichte, die grad gar keine Überraschung bietet, aber wie soll es in dem Genre derlei Erneuerung überhaupt noch geben.

Zur Einstimmung wird schon New Orleans als besonders verrückte, geisteraffine Stadt vorgestellt.

Es gibt die Frau, die Tourist-Guide mit dieser Spezialität ist, es gibt den Typen mit der speziellen Geisterkamera, es gibt den Geistlichen und den Wissenschaftler, die die Villa von der Mutter mit ihrem Sohn aufsuchen und inspizieren und die offenbar die Geister längst vergangener Zeiten en masse anlocken.

Die Villa wird zum zentralen Markt- und Tummelplatz der Geister, die Villa selbst fängt an zu spuken.

Was will man mehr, als zwei Stunden lang nach genügend einführenden Erklärungen atemlos von ständig sich wandelnden, sich aufplusternden und dann wieder zusammensackenden, von sich bildenden und sich auflösenden bunten, prächtigen Geister- und Spukwelten unterhalten zu werden.

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