The Happiness of the Katakuris

„Zum Mitsingen“

steht an einer Stelle mitten in diesem Film, der ein kruder Mix aus Puppen-Animation, Horror, Musical, Familienfilm, Comedy und Krimi ist. Es folgen zum Song die Texte auf Japanisch – und bei Untertitelung auf Deutsch – im Wortlaut; die Stellen, die gerade dran sind, werden koloriert; Karaoke im Kino. Dies wirkt wie eine Pauseneinlage.

Der Maßstab wird gleich zu Beginn gesetzt; es sind die die irren Fantasien, die ein kleines, zahnlückiges Mädchen um ein Halszäpfchen herum entwickelt; was sich daraus erwächst, wird ein eigener, kleiner Schauderfilm.

Dann besinnt sich der Film von Takashi Miike auf ein normativeres Narrativ: es ist die Erzählung über einen Sommer von der Familie Katakuris, deren jüngster Sproß das kleine Mädchen ist. Aus ihrer Sicht werden Horror und Glückseligkeit der drei Generationen erzählt, welches Unglück dazu geführt hat, dass sie hier in einem abgelegenen Tal ein Hotel eröffneten. Es sind nicht gerade positive Eigenschaften.

Das mit den Gästen ist so eine Sache, es sind keine Traumgäste; ja, einer nach dem anderen sterben sie den Katakuris weg – wohin mit den Leichen; man möchte seinen Ruf ja nicht schädigen.

Das Spiel ist oft sehr expressiv, oft gruppenhaft wie in der amerikanische Comedy. Dann springt es wieder über ins reine Musical, ja, die Darsteller wechseln Kostüm, stehen plötzlich auf einer Showbühne.

Das Gasthaus heißt „White Lovers Gasthaus“. Hier dreht sich alles in einem irren Stil- und Genremix um die Liebe, die Familie und das Glück, resp. den Horror, den beides bedeuten kann.

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