The Flash

Wie lange dauert das Belegen eines Sandwiches?
Alles, was möglich ist, passiert.
Alles, was nicht möglich ist, passiert ebenfalls.

Auf die Sandwich-Frage hat das DC-Universum folgende neckische Antwort parat: Protagonist Barry Allen (Ezra Miller) betritt einen Sanwich-Laden und ordert so ein Teil. Gleich bricht in Gotham-City eine Katastrophe aus. Als „The Flash“ verschwindet Barry aus dem Laden, rast feuerspeiend zu seinem Einsatz. Ein Hochhaus ist am Einstürzen. In einem der obersten Stockwerke ist eine Säuglingsstation. Betten, Schwestern, Säuglinge fallen aus Schräglage der Etage im freien Fall in Richtung Straße. Die artistische Aufgabe von The Flash ist es, alle acht oder neun Säuglinge zu retten. Das darf verraten werden, es gelingt ihm meisterlich in direkt zirkusartistischer Manier. So kann er wieder als Barry in seinen Sandwich-Laden zurück.

In der Zwischenzeit hat der Verkäufer die Order vorbereitet. Solche Stories sind genial geeignet, zu zeigen wie das DC-Universum funktioniert, was Tempo oder Zeitspanne darin bedeutet und wie es strikt darauf achtet, in einer glauwürdig-realen Welt anzudocken.

Das Familiäre betrifft hier die Mutter, den Vater, der im Knast ist – Handlungsstränge, die wie es scheint sehr dünn und nur um dem Minimum an erzählerischen Regeln zu gehorchen skizziert und zu kitschigen Enden geführt werden.

Auch die Justice Leaguer wird hier mehr theoretisch denn als empirische Handlungseinheit mit eigenen Zielen angeführt.

Die Sache mit dem Doppel der Coming-of-Age-Figur ist beachtenswert, der Moment, in dem es scheint, dass die „Powers“ nicht teilbar sind und entweder nur auf Barry oder seinem Cousin wirken können.

Einem Besetzungsproporz dürfte es geschuldet sein, dass Supergril (Sasha Calle) ins Spiel kommt.

Ab dem Russland-Einsatz ufern die Kämpfe ermüdend und zügellos aus, so dass bei solch ungebändigter, computergenerierter Bildgewalt Beliebigkeit einschleicht in diesen Film von Andy Muschietti (Mama) nach dem Drehbuch von Christina Hodson und Joby Harold.

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