Ein Weihnachtsfest für Teddy

Eine Ungerechtigkeit mit Folgen

Mariann ist so ein Mädchen, entzückend, aber was sich auch so seinen Reim auf die Dinge macht. Es ist, sagen wir es so, noch im Teddy-Schmusealter und nicht nur das, es ist fantasiebegabt, es sieht Dinge, die andere Menschen nicht sehen und es hört Tiere und Dinge reden.

Und Mariann hat auch schon begriffen, dass manche Dinge Geld kosten und Mama bringt ihr gerade bei, dass man sich ein Geld verdienen muss, zum Beispiel, indem man das Zimmer aufräumt. Das ist leichter gesagt als getan, wenn ein Mädchen beim Stand mit den Losen einen Teddy als Gewinn gesehen hat. Und wenn es erfahren hat, dass nicht alles im Leben mit rechten Dingen zu und her geht.

Aber niemand kann beweisen, dass ihr Hauptgewinn vom eitlen Teddy selbst manipuliert worden ist. Solche Erfahrungen können einen jungen Menschen umtreiben und einsam machen. Aber es gibt noch den kleinen Bruder. Mit dem zusammen macht sich Mariann auf den Weg, sich den entgangenen Gewinn auf nicht lupenreinem Wege zurückzuholen.

Wir befinden uns in einem entzückenden norwegischen Weihnachtsmärchenfilm von Andrea Eckerborn nach dem Drehbuch von Lars Gudmestad und Harald Rosenlow-Eeg. Der spielt in einer zauberhaft schnuckeligen, alten Zeit, in einer übersichtlichen Zeit, in der bestmöglichen Weihnachtsmärchenzeit, in der die Menschen meist nett sind zu einander, in der das Böse und das Ungerechte aber seinen Platz hat und in welcher die fantasiebegabte Marianne auf Wunsch der Mutter doch bittschön manchmal und hin und wieder auch zweimal nachdenken sollte.

Es ist eine runde Weihnachtsgeschichte wie eine Shellack-Platte, die auch mal zu hören ist. Alles bereitet sich aufs Weihnachtsfest vor. Der kleine Bruder ist Skeptiker, wer denn nun der Weihnachtsmann sei und wieso manche Geschenke nicht von ihm unter den Weihnachtsbaum haben gelegt werden können.

In der Welt, so wie sie sich für Mariann darstellt, wäre der Teddy ein Traumgeschenk. Der Teddy selbst weiß noch nicht mal, dass er zum Kuscheln da ist. Er lernt es, das ist überraschend, ausgerechnet vom Igel!

Bis das Fest mit Papa, Mama, Brüderchen, Opa und Oma stattfinden kann, ist Mariann noch in wichtiger Mission und abenteuerlich unterwegs, sie weiß, der Teddy gehört zu ihr, auf welchen Wegen auch immer.

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