Black Mambas

Adabei-Doku

über die Frauengruppe ‚Black Mambas‘, die im Kruger-Nationalpark in Südafrik gegen die Nashornwilderei gegründet wurde.

Dokumentaristin Lena Karbe, die mit Tristan Coloma auch das Drehbuch geschrieben hat, begibt sich mitten hinein und bietet so eine durchaus differenzierte Innenansicht, dieser von weißen Männern gemanagten Initiative.

Sie soll Frauen aus der Umgebung das Nationalparks Beschäftigung geben und auch ein effektives Mittel gegen die Nashornwilderei bilden. Das postitive Bild der Gruppe war im Film On the wilde Side – Gegen die weltweite Jagd zu sehen Hier werden sie erwähnt als hilfreich gegen die Nashornwilderei.

Die Ausbildung der jungen Frauen ist paramilitärisch, ihre Uniformen sind militärisch, aber die Frauen sind nicht bewaffnet. Sie sollen der Information und der Abschreckung dienen. Es ist ein Beruf, der keinen Aufstieg ermöglicht.

Manch eine Black Mamba träumt davon, Touristenführerin zu werden. Aber so eine Ausbildung kostet. Auch ist der Dienst anstrengend und trennt die Frauen jeweils für drei Wochen von der Familie.

Die Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, auf Patrouille zu gehen, einen 7-Kilometer-Parcours, und nach Fallen und Fußspuren von Wilderern zu suchen. Das ist nicht so abenteuerlich, wie es sich von außen vielleicht darstellen mag. Die Männer, die ihnen vorgesetzt sind und die Ausbildung leiten, weiße Männer, die wirken machohaft. Einer sinniert nach genügend Rum und Tabakgenuss darüber nach, ob dieser ganze Nationalpark doch letztlich nur eine Sache der Weißen sei, eine Fortsetzung des Kolonialismus.

In den Familien der Black Mambas kann das Problem entstehen, dass die Frau als einzige Geld verdient. Würde es da verwundern, wenn sie den Männern Tipps geben würden, wo die Nashörner sich aufhalten und wann die Patrouillen sind? Ein weißer Ranger jedenfalls ist fest davon überzeugt, dass es Info-Leaks nach draußen gibt.

Lena Karbe lässt auch die Seite der Wilderer zur Sprache kommen. Covid hat die wirtschaftliche Situation verschlechtert; für viele scheint die Wilderei die einzige Chance zu sein, zu Fleisch zu kommen und mit dem Verkauf von anderen Tierteilen Geld zu verdienen.

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