Lebenslinien: Wie ich mein Herz überlebt habe (BR, Montag, 17. Oktober 22.00 Uhr)

Wieviel Unglück passen in 42 Minuten Lebenslinien? –

Krankheitsgeschichten

Wer sich für Krankengeschichten interessiert, der kommt bei diesen Lebenslinien von Emel Ugurcan unter der wohlwollenden Redaktion von Christina von Hahn bestens auf seine Rechnung.

Ja, Krankengeschichten der Protagonistin, die am Ende der Lebenslinien zum tranplantierten Herzen auch eine transplantierte Niere hat, und Krankengeschichten rund um sie herum; sie wurde von Schicksalsschlägen getroffen, von krankheitsbedingtem Tod vom Vater und kurz darauf der Mutter, grad mal 16 war sie da und ihre jüngere Schwester 13.

Es sind Lebenslinien der Statement-Art, die Protagonistin erzählt vor allem von sich und diesen Krankheits- und Todesfällen; auch ihr erster Ehemann hatte wohl ein Problem mit dem Herzen, das er nicht überlebt hat. Und noch mehr Unglück der Sorte „Arsch auf Eimer“ wie ihre Schwester es audrückt.

Um die nötige Emotion reinzubringen, unterlegt die Dokumentaristin das Feature mit nervender Glücksmusik oder mit den Herzmuskel treibender Nervösmusik und dann weint die Protagonistin öfter gerührt über das eigene Schicksal.

Andererseits, und das ist das Positive, ist die Patientin, die massenweise Pillen schlucken muss, ein positiver Mensch und – da könnten sich einige was abschneiden davon – sagt auch, dass sie dieses Denken für eine Entscheidung hält, die man selber treffe.

Lebenslinien für die deutsche Apotherzeitung online.

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