Bibi & Tina – Einfach Anders

Jugendgruppenfröhlichkeit

Das ist wie immer bei Detlev Buck, hier nach dem Buch von Bettina Börgerding, er möchte Fröhlichkeit, gute Laune verbreiten, ein „Medikament für Heiterkeit“ herstellen.

Detlev Buck hat keine Lust auf verbissene Diskussion über Toleranz und Selbstverwirklichung; er möchte diese Botschaft auf unterhaltsame Weise von der Leinwand herab verkünden. Das gelingt ihm recht gut mit einem lockeren, lebendigen Ensemble und immer wieder mit Songs gegen den bitteren Ernst, für das Anderssein (wobei lustig, das Urbild dafür ein Alien ist), für den Protest oder genau so fürs Kuscheln oder auch gegen Langeweile, den Traum vom Promitum oder dem Persönlichkeitsspagat – im Sinne einer Pädagogik, die keine Fingerzeigpädagogik sein will.

Die Story ist ein wilder Mix und ganz ohne Rücksicht auf Konsequenz und Tiefe aus Alien und Meteorniedergang, aus Bibis Magiekünsten, aus adeliger Enteignung wegen fehlender Legitimation, aus Landaufenthalt für schwierige Kids, die im Umgang mit Pferden Resilienz lernen sollen, aus unaufgeklärter Jugendsünde, Vampirtum und Kartoffelernte, aus Kornkreisen und dem Lokalradio.

Es ist ein Film voller Spaß an jugendlicher Lagerfeuerromantik.

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