Lightyear

Lichtjahre

sind Größen, die uns schwer vorstellbar sind mit unserem rationalen Verstand.

Das Kino hat es da leichter oder macht es sich leichter: es zaubert im Weltall eine Reihe von Ringen (die aussehen wie nach Eheringen), durch diese rast ein Raumschiff, es könnte die Haut einer Seifenblase sein, die es dabei durchbricht. Und schon hat unser Held Buzz, der unbedingt seine vorerst gescheiterte Mission zu Ende bringen will, wieder einige Lichtjahre hinter sich gebracht.

Dumm nur, dass die Zeit dabei so verbogen wird, dass wenn er nach wenigen Minuten zu den Zurückgebliebenen zurückkehrt, diese um Jahre, ja gleich Generationen gealtert sind. Immerhin ist so schon das Vermehrungs- und Familienthema eingeführt, das immer Dreh- und Angelpunkt solcher Abenteuer ist, die nach bekannten Rezepten entworfen werden. Insofern nichts Neues im Weltall oder von Pixar.

Wichtig ist das Team, einige skurrile Figuren, die alle nicht nach Siegern aussehen, eine junge Schwarze und vor allem, immer bewährt in allen Lebenslagen, ein niedliches Hündchen, hier ein Roboterhündchen, das oft mehr weiß als alle anderen zusammen.

Der Rest ist Abenteuerbewältigung, starten, zurückkehren, bruchlanden, wieder starten, die Fahrzeuge flott kriegen, sich hüten vor den Tentakeln oder den Schlangen, die urplötzlich von irgendwoher dahersausen und einen ganzen Menschen mit sich ziehen können; aber so leicht gibt der Film sein spärliches Personal nicht her; immer findet sich eine Rettungsmöglichkeit.

Der Held Buzz wird dann noch heldischer, wenn er gegen den Befehl seine Mission eigenwillig zu Ende führen will. Da kommen neue Gefahren auf, Giganten-Roboter, wobei die Idee, dass einer ein zeitgleiches Alter-Ego zu ihm als seinem Vater ist, vielleicht erst mal besonders reflektiert werden müsste. Aber auch das, egal, Hauptsache das Familienthema kommt immer wieder vor.

Die Bilder sind in gutem Tempo und gut konsumiertbar, unterhaltsam gebaut und aneinandergeschnitten, allerdings bindet einen auch nicht allzuviel an Buzz, gut, der will halt seine Mission beenden. Immerhin ein Need in dieser Welt, die irgendwo zwischen Zinnsoldatentum und Videogame anzusiedeln wäre.

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