Endlich Unendlich

Diese Sehnsucht nach dem ewigen Leben

Dokumentaristischer Essay zum Thema des Umgangs des Menschen mit seiner Sterblichkeit anhand von Aussagen eines französischen Autors, von Grenzgebietforschern wie Transhumanisten, Humanitaristen, dem Thema Vitrifizierung, Stammzellenforschung, Künstliche Intelligenz (Mindfile als KI-Roboter), von Biohackern und Grindern oder der regenerativen Medizin, dem Ziel der Lebensverlängerung durch Wissenschaft, der Idee des Posthumanen, der 300 bis 400 Jahre alt werden könne.

Seinem Filmessay hat Stephan Bergmann ein Zitat des skeptischen, französischen Philosophen Michel de Montaigne vorangestellt, der keine Angst vor dem Tode habe, nur davor, zu sterben.

Vielleicht ist der Wunsch des Menschen, sein Leben zu verlängern, solange er nicht massiv leidet, verständlich; denn sich selbst eine Welt ohne sich selbst vorzustellen, ist nicht leicht. Das Motiv, Angst vorm Sterben zu haben, spielt allerdings keine dringliche Rolle. Mehr geht es bei den porträtierten Protagonisten darum, das Leben zu verlängern. Es sei nicht einzusehen, dass ein Leben wegen Krankheit früher aufhöre. Der Mensch als ein Auto, was immer wieder repariert werden kann, auf die unterschiedlichste Weise. Und dann die Versuche der Vitrifizierung, Einfrieren eines Körpers, eines Gehirns, um diese allenfalls wieder aufwecken zu können, wenn die Wissenschaft so weit sei.

Nebenbei spielt das Thema der Überbevölkerung eine Rolle, denn wenn die Leute so viel älter werden, dann wird es immer mehr davon geben. Auch dagegen gibt es das Argument, dass je industrialisierter eine Gesellschaft sei, desto kleiner ihre Reproduktion.

Der französische Autor fängt an, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wie sein Töchterchen ihn anlässlich des Todes von Oma oder Opa fragt, ob es selbst auch sterben werde. Das verführt den Autor zu einer kleinen Trickserei.

Überhaupt nicht gestreift wird die Frage, wie weit diese diversen Forschungsgebiete einer gewissen menschlichen Hybris entspringen, die die Sterblichkeit einfach nicht wahr haben will, die gar in Richtung Gottgleichheit strebt. Angedeutet wird lediglich das Thema der Entwicklung einer menschlichen Superrasse; auch das ein höchst problematisches Unterfangen.

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