Die Biene Maja – Das Geheime Königreich

Abenteuerlich

Biene Maja ist abenteuerlich veranlagt und untrennbar mit Willi zusammen. Sie unternehmen viel, wollen Gutes tun, aber das endet meistens im Chaos, zum Beispiel am Frühlingsanfang, wenn sie die anderen Bienen in der imposanten Wabenburg wecken wollen. Die Bienenkönigin droht, die beiden zu trennen, wenn sie nicht etwas Außerordentliches vollbringen würden.

So legen die Autoren Fin Edquist und Adrian Bickenbach die Grundlage für eine neue, waghalsige Geschichte, in die Maja und Willi alsbald hineingeraten, weil Maja dem Abenteuer nicht entsagen kann. Sie sind plötzlich mit einem goldenen Ei befasst, das auf den Bonsai-Berg transportiert werden soll; ein für Maja und Willi unbekanntes Gebiet, das sie tunlichst nicht anpeilen sollten. Aber sie können nicht anders.

Hinter dem Ei sind die Krachkäfer her; das sind bullige Typen; ihnen passiert, wenn sie die Bienen und Ameisen verfolgen, viel Slapstick, insofern sind sie entfernte Verwandte von Clowns.

Auf der Seite von Maja und Willi stehen die Soldaten, das sind die Ameisen, die ursprünglich das Ei auf den Berg hätten bringen sollen. Bei einer der wilden Verfolgungsjagden zerbricht noch das Ei und die neue Königin von Grünland, Prinzessin Smusch der grünen Ameisen um den Bonsai-Berg, schlüpft als Baby, schlumpfsüß und blau und gleich angefixt von Willi, der mit seiner Mutterrolle hadert.

Bei einer der Verfolgungsjagden auf einem Blatt Wasser als Floss droht einer der Käfer zu ertrinken. Prinzessin Smusch beißt ein Stück vom Blattboot ab, das dem Käfer zur Rettung dient. Solche gute Tat wird selbstverständlich gegen Ende des Stückes, wenn die Konflikte kumulieren, positiv zu einer Lösung beitragen, bei der die Filmemacher sämtlich Show-, Massen- und Friedenselemente, zu denen ein Musical zu gebrauchen ist, zusammenkommen lassen.

Die Geschichte ist spannend, die Charakterisierungen der Figuren sind identifizierbar, die deutsche Synchronisation ist passabel bis gut. Dürfte für Kinder geeignet sein, die bereits im Abenteueralter sind, da ja doch heftige Aktionen vorkommen, wenn auch gut abgefedert durch eine überwältigend bunte, fröhliche Farben- und Zeichenwelt; sozusagen überall ein Too Much zu viel, keine Ecke tot auf der Leinwand, Blumen und Tiere und Natur en masse, unrealistisch schön.

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