Peterchens Mondfahrt

So träumen Kinder

wohl heute, zumindest wenn sie das allererste Lesealter hinter sich haben wie die beiden Protagonisten Peterchen und sein kleineres Schwesterchen Anna: In Bildern des Cyber-SiFi-Action-Genres. Das zumindest behauptet Ali Samadi Ahadi, der mit Arne Nolting auch das Drehbuch geschrieben hat.

Peterchen beschäftigt sich wie ein frühreifer Professor mir Astronomie und träumt davon, auf den Mond zu fliegen. Weil die Familie umgezogen ist, müssen die beiden Geschwister vorerst in einem gemeinsamen Zimmer wohnen; das stört den Jungprofessor in seinen Studien.

Der Familienstreit geht nahtlos in den actiongeladenen Traum über, der mit filmgroßer Musik unterlegt ist. Die computerbasierten Trickentwickler schaffen alle möglichen Welten, können sich überall bedienen, sogar Metropolis muss auf dem Mond mit einer unterirdischen Fabrik wieder als Ideengeber herhalten (war da nicht bei Moonfall jüngst was?).

Es fängt naturnah auf der Welt an. Baumfäller fällen eine Birke. Dabei verliert Sumsemann nicht nur einen seiner vier Arme, auch Sumsefrau wird mit dem Arm, der Birke und den Baumfällern von der Nachtfee auf den Mond geschossen.

Sumsemann, der wie seine Frau musikalisch ist, was später noch zu einer Erkennungsmelodie führen wird, sucht einen mondaffinen Jungen, der zur Rettung beitragen kann. Nach kinderabenteuerlichen Erlebnissen landet er bei Peterchen. Der wird von anderen Schulbuben blöd angemacht, weil er der Neue ist; lang gehen die Händel nicht weiter; schon geht es in Richtung Mond mit einer Zwischenstation über den Wolken bei den Sternschnuppen, hier ist poetisch von der Sternenwiese und der Sternschnuppenschule die Rede.

Sandmännchen wird wichtig mit dem Sandmännchenstaub und einem wandelbaren Schlitten, der zum Rennraser werden kann im Rennen auf der Milchstraße gegen die Naturgeister.

Die Sternschnuppen sprechen immer mit einer Stimme. Aber auch sie werden mit Peterchens Schwester auf den Mond verbannt, müssen in der Fabrik arbeiten.

Nur mit Hilfe der Nachtfee können die Retter zum Mond gelangen. Je näher sie dem Mond kommen, desto heftiger werden die Bilder, wird die Action. Auf dem Mond lassen die Mondmänner Kanonen bauen, mit denen sie die Welt vernichten wollen, wie später zu erfahren sein wird. Also gilt es, dies zu verhindern. Die Wächter der Mondmänner sind einerseits süß, es sind Pudel, aber sie haben furchtbare Fratzen.

Diesem Kinderfilmspektakel haftet nichts Betuliches an.
Sumsemann und Sumsefrau sind die Käfer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.