Die Häschenschule – Der Große Eierklau

Ostereier-Industries und Hasenbraten

Die ‚gated‘ Landhasenkolonie mit angeschlossener Schule ist zuständig für die Produktion und Verteilung von Ostereiern. Im Wald nebenan wohnen die Füchse. Die sind scharf auf Hasenbraten. Außerdem wollen sie den Hasen die Ostereier klauen, um sie zu verteilen und um sich beliebt zu machen.

Als ob diese Schlachtenaufstellung als Ausgangsposition nicht genug wäre, gibt es noch den Stadthasen Max. Der bringt Motorrad und Social Media ins Geschehen aufs Land.

Zur weiteren Verkomplizierung gibt es einen Außenseiterhasen mit schlechtem Ruf: Leo. Hinzu kommen Überläufer auf beiden Seiten, bei denen die Motive nicht ganz klar und nicht unbedingt sauber sind.

Die Mechanik von Diebstahlversuch und dessen Abwehr wird angereichert durch allerlei ausgetüftelte Dinge: die maschinelle Eierfärbeproduktion, der vorausgeschaltet ist ein komplizierter Rutschbahnmechanismus vom Berg ins Hasendorf hinunter; es gibt eine Kampftrainingsmaschine auf dem Dorfplatz, sie könnte aus Game of Thrones stammen; die Füchse bauen raffinierte Hasenfangfallen; die Hasen verfügen über verschiedene Kampfmittel von Stangen, über Katapulte bis zum Bumerang; im Hasenberg gibt es gefährliche Aufstiege; als non plus Ultra wird eine mächtige Drohne ins Geschehen eingreifen; wobei das Thema der magischen Kräfte und des Hasenmeistertums, die mit dem Glauben an sich und dem Selbstvertrauen zusammenhängen, noch gar nicht erwähnt sind, so wenig wie das Goldene Ei, das sich schwarz färbt, wenn der Magiesegen schief hängt.

In diesem Film von Ute von Münchow-Pohl nach dem Drehbuch von Katja Grübel und Dagmar Rehbinder scheint sich mir zwischen der Einfachheit der Ästhetik der animierten Figuren und diesem doch recht kombattanten Inhalt eine gewisse Diskrepanz aufzutun.

Die Figuren entsprechen den Bildern aus Kinderbüchern für das Vorlesealter, während die Kampfhandlungen meines Erachtens für deutlich ältere Kinder gedacht scheinen oder auch die Social-Media-Verweise, Geiselnahme etc. Dies Kluft versucht eine Filmmusik aus Filmklangwolken zu überbrücken, die sich mehr an Actionfilmen bis zur großen Romantic-Comedy orientiert und wenig Bezug zum Bildgeschehen aufweist.

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