Lebenslinien – Der Zauberer, der an Wunder glaubt (BR, Monag, 7. Februar 2022, 22.00 Uhr)

Normalerweise

würde stefe diese Lebenslinien von Katrin Reichwald (Regie) und Betrice Möller (Buch) unter der redaktionellen Aufsicht von Zwangsgebührentreuhänderin Christiane von Hahn als nettes, glattes PR-Filmchen für ein Einzelunternehmen kritisieren, so sympathisch und einmalig Alexander Krist und sein Magic Table Theater oder sein Kristelli-Theater auch sind; und dass es nicht der Job eines unfair mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Senders sein könne, kostenlos Werbung für Einzelunternehmen zu machen. Aber es sind keine normalen Zeiten, erst recht nicht in Bayern.

Die Bayerische Staatsregierung kujoniert die Kulturbetriebe, Theater, Kinos, Entertainment, Galerien ganz besonders mit Pandemievorschriften, die einen Betriebe nach dem anderen ausbluten werden, während in den Wirtshäusern deutlich lascherer Vorschriften gelten, eine Missachtung der Kultur sondergleichen.

Insofern sollte der BR massiver reagieren und der Kultur mehr Sendeplätze zur Verfügung stellen, direkteWerbung für Einzelkinos, Einzeltheater, Künstler machen und das dezidiert. Aber dazu ist der BR wiederum nicht flexibel genug. Solche Lebenslinien brauchen einen Vorlauf, klar; Programmschemen sind etwas Starres. So hat Alexander Kirst halt Glück gehabt. Aber auch er dürfte, wenn er überhaupt arbeitet, nur einen Teil der Plätze anbieten, die Zuschauer müssten die ganze Vorstellung lang die übel beleumdeten FFFP2-Masken tragen, die ihr Lachen und ihre Bravos verschlucken und die jedes Mal beim Überziehen an die Korruption bei der CSU erinnern.

Aber natürlich ist auch Alexander Krist Schlaumeier genug und macht T-Shirt-Werbung für einen seiner Brüder, der eine e-bike-Versicherung anbietet: www.krist.com.

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