Encanto

Wenn der Boden mitklimpert,

ja wenn er in die Regie eingreift, dann bleibt kein Stein auf dem anderen, dann feiert die indigene Magie Kolumbiens varietéhaft Urständ. Da kann das Mädchen Mirabel, das alles falsch macht, gar nichts mehr falsch machen.

Die Oma erzählt die Geschichte von ihrer wunderbaren Familie, die einst ein neues Zuhause suchte und dann mit der Magie in Kontakt kam und ihr magisch-verrücktes Zuhause „Encanto“ baute. Nur Mirabel ist nicht mit der Magie bedacht; das zeigt sich bei der traditionellen Geschenkzeremonie; da bleibt sie außen vor.

Zu den magisch Begabten gehört die stämmige Louise, die nicht nur riesige Gesteinsquader oder Esel leichter anhebt als jeder Gewichtsheber, sondern genauso ein Brücke oder gar ein ganzes Haus von einem Ort zum anderen wuchtet.

Madrigals Weg zum Ausgleich ihres Defizites und zu sich selbst, auch mit ihrer Schwester Isabela wird sie sich versöhnen, ist ein Feuerwerk an Zeichentrickgags und verwandelt sich immer wieder in ein Musical der Unbeschwertheit kolumbianischer Lebensfreude samt Fratzen und absurden Verwandlungen und was der Zeichentrickunfug sonst noch her gibt.

Eingrahmt ist die Geschichte in ein süßes Melo der Familiengeschichte der Madrigals. Der Boden klimpert eigenwillig mit.

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