Mysterium – Folge 1 (KIKA, Samstag, 23. Oktober 2021, 13.35 Uhr)

Der erste Eindruck: ist das jetzt wieder so ein crossmedialer Krampf vom BR wie die 3 Frauen und ein 1 Auto ? Denn in einem Auto fängt es an; oft sind die Kameras außen, es gibt wilde Lichtspiele auf den Scheiben und der Ton ist miserabel, wird es auch bleiben.

Die Musik, die spielt auf Sphärenklänge und auf Flow an.

Ein Junge, der ganz klar einen Ordnungs- und Zahlenfimmel hat, wird von seiner Mutter in einem entlegenen Haus, einem typischen Horrorhaus, bei der Großtante abgeladen. Das Haus ist praktisch leer. Der Junge bekommt ein karg eingerichtetes Zimmer mit einem großen Wandspiegel zugewiesen. Die Großtante macht eine Bemerkung, dass hier schon mal alles sehr voll gewesen sein.

In dieser ersten Folge gibt der Film von Niklas Weise nach Idee, Konzept und Buch von Marcus Roth einen Blick hinter den Spiegel frei. Hier sind Jugendliche ganz offenbar im selben Raum, wohl zu einer anderen Zeit, gefangen – die Zeite gehe rückwärts, meint die Großtante, aber Hauptsache, sie gehe; die Jugendlichen würden gerne raus und sehen durch den Spiegel den Jungen und diskutieren, ob er sie befreien könne.

Eine Kommunikation ist über diese Wand aus Zeit und Spiegel nicht möglich. Eigentlich dann doch eine ganz neckische Grundkonstellation, konstruiert, abstrakt, wie nur skizziert – zur Anregung von Kinderfantasien muss das nicht übel sein. Gerade die gewisse Abstraktion in Spiel, Ausstattung und Inszenierung, auch in den Dialogen, so hölzern die sein mögen. Die sind vielleicht etwas zu vernünftelnd. Einführung in das Horror-Genre (didaktisch?).

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