Wonders of the Sea 3D

Abtauchkino

im wörtlichen Sinne, mit Tauchern, die mit Spitzenunterwasserkameras ausgestattet sind, in die Welt der Riffs der Weltmeere und im übertragenen Sinne Abtauchen in die Untiefen des Seins, in dieses mulmige Gefühl für uns Landfüßler, dass wenige Meter unter der Meeresoberfläche sensationell faszinierende Welten sich befinden, die unmittelbaren Einfluss auf unsere Lebenswelt haben und die, das ist nicht von der Hand zu weisen, durch menschliche Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit (Müll, CO2-Ausstoß, Verschmutzung, industrielle Fischerei) extrem gefährdet ist, ein Fünftel der Riffs sei notleidend, heißt es in diesem Film von Jean-Michel Cousteau und Jean-Jacques Mantello, die mit David Chocron auch das Drehbuch geschrieben haben.

Hier ist nicht wie im Film des Vaters von Jean-Michel Cousteau, ‚Die Welt des Schweigens‘ den jener 1956 mit Louis Malle gedreht hat, mehr das Abenteuer und die Action des Tauchens im Vordergrund, hier wird auch nicht so tief getaucht; hier sind Taucher ruhig unterwegs; es sind Fotojäger, Bilderjäger.

Umwerfend sind diese Korallenwelten wie eine magische Zaubershow, die endlos zu betören vermag; welche Leuchtkraft der Lebewesen, welche Anpassungskraft, welche Schutzmechanismen sie entwickelt haben, welche Symbiosen und welch Zuschnappschnelligkeit bei aller Langsamkeit und Beschaulichkeit um die Riffs herum.

Das Plankton hat eine fundamentale Funktion für alles Leben auf dem Planeten.

Putzgarnele, Clownfisch, Plattwurm, Oktopus (der Taucher sogar unter der Maske unterscheiden könne und dessen Haut denke und ein Schlangenkünstler sei er, wenn es darum gehe, sich in schmalen Riffspalten zu verstecken), Weihnachtbaumwurm, Nacktkieme, Scherengarnele, Rotfeuerfisch.

Arnold Schwarzenegger hat den Film mitproduziert und spricht, ein Novum in seiner Karriere, wie er stolz sagt, einen Eingangskommentar. Ein Jammer ist es, dass er diese Sätze nicht selbst auf Deutsch nachsynchronisiert hat; das hätte ihm das deutsche Publikum wert sein müssen. Er sieht den Film auch als einen Aufruf zum Schutz der Meere und zur Ausweisung von noch mehr Regionen als Meereschutzräumen. Und: ein idealer Film für 3D.

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