Freakscene – The Story of Dinosaur Jr.

Poesiealbum

zugeneigt aus Empathie zur Musikregion von Rock, Pop, Grunge, Punkrock, in welchem die Gruppe Dinsosaur Jr. verortet wird, versehen mit nervösen Spielereien der Montage von Farben, Bild, Überblendungen erzählt Philipp Reichenheim die Geschichte der Gruppe Dinosaur Jr., die bereits über 30 Jahre unterwegs sind.

Die Geschichte der Gruppe fing holprig in den 80ern in Boston an. Es spricht für die Jungs, dass sie das Musikmachen und nicht der kommerzielle Erfolg interessiert hat mit Auftritten, die oft dazu führen, dass es die einzigen bei einem Veranstalter bleiben sollten, mit einer Desaster Tour, die schon nach wenigen Tagen mit einem kaputten Bus endet, mit Langeweile in Hotelzimmern oder auch in Boston, so dass der Umzug nach New York erfolgte.

Der Film nimmt eine beinah familiäre Betrachtungshaltung ein; der Filmemacher selbst scheint vertraut mit den Musikern, an einer Stelle wird er liebevoll Phili genannt. Er interessiert sich für die menschlichen Zusammenhänge in der Gruppe, die Dynamiken unter den Männern, die über die Musik kommunizieren, mit der übrigen Art des Umgangs durchaus Mühe haben können; diese Betrachtung nähert sich in Momenten einer Familienaufstellung,

Und auch später ist der Stellenwert der Gruppe für die Musiker unterschiedlich, J. und Lou haben eigene Familien, während Murph allein lebt; für den spielen die Touren eine wichtige Rolle als Familienersatz; dieser erzählt auch von seinen Drogenproblemen und weshalb er davon losgekommen ist.

Dagegen philosophiert der Sänger J., er selbst hätte nicht unbedingt das Bedürfnis, zu singen, aber das gehöre halt dazu, einer müsse es machen; ohne Singen hätte er es einfacher.

Zwischen all den Musikacts und Archivaufnahmen gibt es Talking Heads, die mit ihren Statements eine spannende Nahaufnahme dieser Band ergeben; deren Namensgebung eine eigene Anekdote ist: sie haben herausgefunden, dass es bereits eine Band namens Dinosaur gab, also wurde kurzerhand die Abkürzung für ‚junior‘, Jr., angefügt – und so bleiben sie denn, auch wenn sie über 50 sind, immer noch erfrischende Junioren.

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