After Love

Nach der Liebe

folgt der Clinch, wobei unter Liebe hier zuerst Liebe-Machen verstanden sein dürfte und das, was nach dieser Liebe folgt, ist die Frage, ob Tessa (Josephine Langforder) und Hardin (Hero Fiennes Tiffin) zusammenbleiben wollen, ob sie zusammenpassen, charakterlich und so. Das sind die viel schwierigeren und komplizierteren Fragen, als diejenige, die zwei attraktive Körper in einem Bett zu lösen haben.

Es ist ein Liebesfilm, der nicht die Frage stellt, ob bei gegenseitiger Anziehung einer oder eine als erstes die unsichtbare Wand durchbricht. Das ist bereits geschehen. Jetzt folgt die Phase, welche im gängigsten Fall in einen Hochzeitsfilm mündet oder allenfalls in herbe Enttäuschung.

Irgendwo da stehen Tessa und Hardin. Tessa will nämlich in Seattle einen tollen Job in einem renommierten Verlag antreten. Kann und will Hardin mit? Thema Fernbeziehung oder auch „Ich will das hier nicht verlieren“.

Um die Fragen herum gibt es lauter Missverständnisse. Tessa möchte, dass es keine Geheimnisse zwischen ihr und Hardin gibt. Und doch gibt es immer wieder Dinge, die bei ihr oder ihm hängen bleiben und die dann zu Konfusionen, Verwirrungen der Gefühle, Misstrauen und schnell auch zu Eifersucht führen, wenn am Wochenende der hübsche Kellner Robert (Carter Jenkins) in seinem Job charmiert.

Das Umfeld der beiden Liebenden trägt das seine zu den Unklarheiten bei, will mitspielen in der unentschiedenen und unausgesprochenen Situation; „wir sind alle verliebte Idioten“ oder „Du durchstichst meine Seele“. Es gibt geschiedene Elternteile, eine Mutter, die neu heiratet.

Es ist ein tauglicher Zielpublikumsfilm mit immer wieder Soft-Sex-Szenen dazwischen mit neckischer Eiswürfel-Erotik beispielsweise oder im heißen Hotelpool mit dem Risiko, entdeckt zu werden oder auch die Andeutung von Telefon-Sex und ebenfalls das Thema Verhütung wird kurz angesprochen.

Solche Filme sind gerne auch Life-Style-Filme mit Wohnungseinrichtungen, wie sie jedem Life-Style-Magazin entnommen sein könnten und mit makellosen Darstellern, die in diesen Magazinen perfekt modelln könnten. Gediegene Menschen, es fällt das Wort Hipster.

Film zum schnellen Verzehr geeignet, entsprechend schnell-schnell fällt auch die deutsche Synchro aus.

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