The Virtuoso

White Rivers 

wird der Kasus Knacktus für den Auftragsmörder The Virtuoso (Anson Mount) in diesem Film von Nick Stagliano, der mit James C. Wolf auch das Drehbuch geschrieben hat.

Seinen besonderen Reiz entwickelt dieser Killer-Thriller, indem der Film sich ganz in die Person des Protagonisten hineinversetzt. Er lässt uns als Voice-Over-Erzählung präzise an seinen Vorbereitungen und was es alles zu beachten gibt in diesem Job, teilhaben.

Der Zuschauer versetzt sich selbst in die Position, wird eingeweiht in all die Überlegungen und in die Perfektion der Planung, denn es darf nichts schiefgehen, es darf keine Spur zum Killer und noch weniger zum Auftraggeber führen. Die Perfektion des Verbrechens; Faszination durch maximale Fehlereliminierung.

Auch das schildert der Film genau, wie das mit der Post abläuft, wo angerufen wird und wo und wann nicht. Wie der Killer genügend Zeit braucht, um eine Tat vorzubereiten. Er muss die Wege und Gewohnheiten des Zielobjektes genau studieren. Er muss mit Kollateralschäden umgehen können, mit Unvorhergesehenem. Vor allem muss er cool bleiben, auch wenn etwas schief läuft. Sein Auftraggeber ist Anthony Hopkins als der Mentor.

Im Film gibt es eine tiefere Begründung für das Metier von The Virtuoso. Es gab da, das erfahren wir bei einem der wenigen Treffen mit seinem Mentor auf einem Friedhof am Grab von Virutosos Vater, dessen Bekanntschaft mit dem Mentor. Vietnam spielt dabei eine Rolle; das Thema Killermaschine. Man könnte fast meinen, der Film schiebt die Schuhe für das sauber-schmutzige Geschäft der Politik in die Schuhe.

Die größte Gefahr für einen Auftragskiller ist der menschliche Faktor. Ein Beispiel wird angeführt mit einem Kind als Kollateralschaden. Das ist die Diskrepanz. Da führt er eine Tat aus, die vermutlich nie als Tötungsdelikt aufgedeckt wird, sondern als Unfall in die Protokolle eingehen dürfte, also höchst raffiniert und in kurzer Zeit geplant, und dann gibt es ein Kind als Kollateralschaden.

Noch riskanter wird es für The Virtuoso, wie er bei seinem schwierigsten Fall mit der ungenauen Zielangabe ‚White River‘ mit Dixie (Abbie Cornish) in Rosies Café in Kontakt kommt. Da fängt der menschliche Faktor an, zur Gefahr für die Virtuosität zu werden. Das Schema ist sicher nicht neu. Aber Stagliano schafft eine dichte, packende Atmosphäre durch die Perspektive des Auftragskillers.

Keine Spur, keinen Schatten hinterlassen, keine Namen. Seine Hütte, sein weißer Hund,

Familiennamer Bresser.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert