Infidel

Christlicher Blogger

Doug Rawlins (Jim Caviezel) ist in den USA ein christlicher Blogger, der keiner Auseinandersetzung mit dem Islam aus dem Wege geht; er scheint in dieser Beziehung etwas verbohrt bis unbelehrbar, auch ein bisschen dumpf. Er ist verheiratet mit Liz (Claudia Karvan). Diese arbeitet beim Außenminsterium in Washington. Sie behauptet, in der Handelsabteilung. 

Was Doug und Liz nicht wissen können, dass ihr möglicher Schwiegersohn ein Top-Spion des Iran ist. Der fliegt dummerweise durch diverse Ungeschicke bei einer Party auf. Der Iran vermutet Doug dahinter. 

Doug wird nach Kairo zu einer Islamkonferenz eingeladen. Seine Frau rät ihm ab. Er lässt sich nicht abhalten, tritt in die Falle, wird in Kairo entführt nach Libanon, dann nach Teheran. Seine Frau findet heraus, wo er ist. Sie will ihn rausholen. 

Der Film fängt mit der Szene an, dass Doug in Teheran auf dem Dach eines Gefängnisses erschossen werden soll. 

So viel ist aus dem Film von Cyrus Nowrasteh herauszulesen, könnte in etwa die wahre Geschichte sein, die seinem Drehbuch zugrunde liegt. stefe hat da aber ein paar Probleme mit diesem Film. Das Drehbuch scheint mir 0815 schnell schnell geschrieben worden zu sein und einzig aus der Perspektive des Opfers. 

Auch die Besetzung der Rolle mit Jim Caviezel, die mag möglicherweise dem realen Vorbild nahe kommen, wirkt aber hier zu dumm und zu ängstlich; den überzeugten Christen jedenfalls stellt er nicht dar, der sich für seinen Glauben opfert. 

Seine Gegenfiguren aus den iranischen Geheimdiensten sind alle Klischee pur, wobei sich zu Ramzi (Hal Ozsan) zwar eine gewisse Beziehung entwickelt, aber die Abschiedsszene unter größtem Stress, die wirkt, hm, so erzwungen, so unglaubwürdig; wie der Film überhaupt mehr wie ein aufgedonnerter TV-Routine-Krimi daher kommt; vom Bild her aufgedonnert, von der Handlung her oberflächlich ohne Interesse für die Charaktere. Dieses Defizit der Eindimensionalität versucht die meist auf Thrill machende Musik auszugleichen. 

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