In the Heights

Karibische Fantasien in New York

Eine Heimathinüberrett- und eine Heimatfindgeschichte aus New York von Immigranten aus der Karibik. 

Die Karibik, ihre Menschen, ihr Streben, ihre Rhyhtmen, das sind Sehnsüchte von uns Westler-Großstädtern, sind der Stoff aus dem dieser Film von Jon M. Chu nach dem Drehbuch von Quiara Alegría Hudes nach dem Musical von Lin-Manuel-Miranda ist. 

Eine einfache Rahmengeschichte bindet die temperamentvollen Sing- und Tanznummern zusammen. 

Usnavi (Anthona Ramos) ist bei der Emigration seiner Eltern aus der Dominikanischen Republik nach New York bei der Überfahrt auf die Welt gekommen. Die Eltern wollten ihn nach dem ersten englischen Wort, dessen sie im gelobten Land ansichtig würden, taufen. Dies waren die riesigen Lettern auf einem amerikanischen Kriegsschiff. 

Aufgewachsen ist Usnavi im Immigrantenstadtteil New Yorks, den sie liebevoll „Heights“ nennen. Hier leben sie ihren angestammten Lebensstil, versuchen, sich den amerikanischen Traum zu erfüllen; bringen es aber bestenfalls zu einem kleinen eigenen Laden, einem kleinen eigenen Supermakrt, den Usnavi ’sueno‘, Traum, nennt, es ist der Traum von der Karibik, der ihn mit dem amerikanischen Traum verbindet. 

Der Film fängt in der dominikanischen Republik an. Hierher ist Usnavi offenbar zurückgekehrt und erzählt in seinem eigenen kleinen Strandladen am Meer einer Gruppe von Kindern seine Geschichte, erzählt ihnen, wie es in New York war und warum er den kleinen Laden dort aufgeben und zurückkehren wollte. 

In den Heights, die immer wieder in die kleine Erzählung eingeflochten werden, sind mehrere Figuren für Usnavi wichtig. 

Die Seele des Viertels ist die Abuela (Olga Merediz); sie hat selbst keine Kinder, wird aber von allen Oma genannt. Sie besticht mit einem einprägsamen und einprägsam illustrierten Song über das Leben ihrer Vorfahren auf Kuba. 

Dann sind da höchst attraktive junge, bildhübsche Frauen, die auch prima Sängerinnen sind, Nina (Leslie Grace) oder Vanessa (Melissa Barrera). Aber Usnavi kann sich nicht so recht entscheiden. 

Und dann ist da sein Neffe Sonny (Gregory Diaz IV), der für das Thema der Illegalität steht. Aber auch das Thema des Ausbruchs aus der Community und des Studiums an einer der wichtigen amerikanischen Universitäten wird behandelt. 

Der Motor hinter vielen Handlungen, mehr eine Aneinanderreihung spektakulärer Muscal-Nummern, ist die Gentrifizierung der Heights; gerade durch das karibische Flair sind sie spannend geworden für die Hipsters, die die Mietpreise in die Höhe treiben und die kleinen Ladenbesitzer und Bewohner vertreiben. Für Usnavi der Anlass über die Rückkehr in die Karibik nachzudenken. 

Das Erzähltempo der übersichtlichen Geschichten entspricht derjenigen lateinamerikanischer Telenovelas. Der Film dürfte ein garantierter Aufheller für alle jene sein, die unter einem bisher vornehmlich regnerischen Juli gelitten haben. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.