Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing

Bei meiner Stinkesocke,

das ist in so einem pädagogo-fantasto-vernünftelnden Fim, wie diesem von Toby Genkel, der mit Jens Möller die Regie geführt und mit John Chambers nach dem Buch von Erhard Dietl das Drehbuch geschrieben hat, Symbol für einen an sich ungehörigen Ausdruck, für einen Fluch; brav-bürgerliches Substitut für Gassen- und Gossensprache. 

Das zeigt, dass in diesem Animationsfilm das Bewusstsein für Benimm und Ordentlichkeit über allem thront; was den Film bestimmt auch pädagogisch wertvoll macht. Denn immerhin hat der Film und er zeigt das auch, ein Bewusstsein dafür was sich gehört, was nicht, was Müll und igitt ist und was nicht, dass es den Müll und das reizvoll Schmuddelige gibt; der Film leugnet das gar nicht; ja, er verweist direkt darauf. 

Der Film zelebriert die Ordentlichkeits-Überschreitung, aber er überschreitet nie. Das Unanständige, Anrüchige, Verachtenswerte wird nicht negiert; ja es wird bühnenbildnerisch faszinierend zentral eingesetzt als hochkünstlerischer Müllberg, der sich neben Schmuddelfing auftürmt.

Das Müllkunstwerk, der Müllirrgarten sorgt dafür, dass der Ort in die Krise kommt, die Gäste verscheucht, das Straßenleben wegen Geruchsbelästigung wegpustet. Es gibt zwei Vorschläge zur Behebung des Problems. 

Zum einen trägt Max, der Sohn des Bürgermeisters und Schulbub, bei. Er hat mit einem Professor und Tüftler eine Maschine gebaut, die die üblen Gerüche einsaugt und zu einer geruchsfreien Flüssigkeit verdichtet. 

Und es gibt den Vorschlag von der Frau des Bürgermeisters, den Müllberg zu zerstören und stattdessen eine Wellness-Oase zu errichten. Die Dame geht hierfür eine unheilvolle Allianz mit einem aufschneiderisch-mafiösen Unternehmer ein. 

Inzwischen haben sich im Müllberg die Olchis eingenistet. Das sind griftgrüne Zeichentrick-Wesen und Outcasts jeglicher Gesellschaft, weil sie Müll fressen. Sie hoffen, endlich ein festes Zuhause zu finden, nachdem sie immer überall wieder verjagt wurden. Der Film setzt voraus, dass die Olchis Sympathieträger sind. 

Aus diesen gegenläufigen Interessen am Müllberg heraus entsprinnen die dramatischen Konflikte mit viel Potential für kinderfreundlichen Slapstick, mit einem grünen, fliegenden Drachen und jeder Menge Gags und genügend Anlass, immer mal wieder die berüchtigte Stinkesocke zu zitieren. 

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