The Wire (DOK.fest)


Kupa-River

– necessary evil – explosive Region

Hier könnte man einmal mehr über die Sinnhaftigkeit von Grenzzäunen und Mauern nachdenken, die immer wieder neu aufgebaut werden, ob die je was gebracht haben? Die chinesische Mauer, die Berliner Mauer, der eiserne Vorhang. Alle sind sie irgendwann obsolet geworden, dauerhafte Prosperität hat keine gebracht. Aber während ihrer Existenz erschweren und belasten sie die Menschen enorm, spielen Schicksal, trennen Familien, Freunde, Nationen, Ländern, Völker. 

Hier im Film von Tiha K. Gudac geht es um einen Grenzzaun entlang dem idyllischen Flüßchen Kupa, das Slowenien von Kroatien trennt. 

Vorher haben die Menschen der beiden Seiten friedlich zusammengelebt, haben sich ausgetauscht, grenzübergreifend Kinder gezeugt, gemeinsame Veranstaltungen organisiert. Die machen sie heute noch, eine Sportveranstaltung am idyllischen Flüsschen. Aber der Tourismus leidet.

Dummerweise liegt die Kupa an einer Flüchtlingsroute, an der Balkanroute der Immigranten aus Afghanistan, Syrien, der Türkei, Afrika in Richtung gelobtes Europa, diese Grenze von Kroatien aus überwinden und man hat das Paradies erreicht. 

Die Anwohner bekommen das zu spüren. Denn die Flüchtlinge brauchen Essen, Obdach auf ihren illegalen Wegen und sie nehmen sich, was sie greifen können. Nach der Grenzüberquerung geht es duch den „Dschungel“, dicht bewaldetes Berggebiet mit Wildtieren und einer grauenhaften Geschichte am Ende des zweiten Weltkrieges. 

Tiha K. Gudac beobachtet diese Gebiet, wie die Menschen mit der Grenze umgehen, wie es für sie schwierig wird, ins andere Land zu wechseln oder an den Fluss zu gelangen. Über den schönen Landschaftsbildern lässt Gudac einen Flüchting erzählen, der hier oft schon unterwegs war und immer wieder aufgegabelt wurde. Grad Gutes erzählt er nicht über die kroatische Grenzpolizei. Andererseits entwickeln sich immer auch Hilfsmaschinerien, wie eine Aktivistin erzählt. 

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