Contamination (DVD)

Seuchenhit aus Südkorea

Also ob sie Corona vohergesehen hätten, wie schon bei Pandemie, und unserer aktuellen Situation einen gar nicht so verzerrten Spiegel vorhalten. 

Diesmal geht es allerdings nicht um ein infektiöses Virus, sondern um einen Rosshaarwurm, gruselig, gruselig, der – Vorsicht Verschwörungstheoretikter – möglicherweise einem Labor entsprungen ist und sich seuchenartig ausbreitet, ja, über sauberes Wasser und die Menschen vor ihrem letzten Stündchen zu zombiehaften Bewegungen veranlasst. 

Der Film ist ein kühner Thriller um menschliche Forschungs-, Experimentier- und Pharmalaborhybris und um Börsenzockerei (erinnert an Gamestop), gleichzeitig aber auch ein Familienfilm inklusive Quarantäneschock. Denn für die Familie lebt der Mensch, in ihr findet er Erschöpfung wie Glück. 

Heyok ist einer der beiden Protagonisten, ein Familienvater, seine Frau kümmert sich um die beiden Töchterchen; er hat seinen Job als Professor in der Pharmaindustrie verloren wegen Geldspekulationen; hält seine Familie mit einem erschöpfenden Job als Diener einer gut situierten Familie über Wasser, undankbar, kräftezehrend, erniedrigend. 

Bruder Pil von Heyok, der auch in Börsengeschäfte verwickelt ist, ist Polizist. Die Brüder sind nicht gut aufeinander zu sprechen, aber die spektakuläre Epidemie bringt sie zusammen im Rahmen der Aufklärung der Ursachen, die ein verrücktes Gespinst aus Forscherdrang und Geldgier offenbart. 

Die Bilder wirken wie eine krass-krawallige aber adäquate Illustration zu den Hickhack-Vorgängen in Deutschland um Tests und Impfstoff; nur geht es hier um ein Vermizid und nicht um Vakzine. 

2 Gedanken zu „Contamination (DVD)“

  1. Salü Stefe, du als Heide lässt uns immer wieder Mutter Seelen Allein dastehen mit unserem rudimentären Filmwissen! Chapeau!

  2. Vielen Dank Herr Pölz für das Feedback; verstehe ich zwar nicht ganz, nehme ich jetzt mal salopp gesagt als Kompliment.

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