Socken-Kampagne

Vor Jahren gab es im Lande die Rote-Socken-Kampagne. Damit versuchte eine politische Partei eine andere fertig zu machen. Gebracht hat es nicht viel. Heute klammern sich diese Parteien einträchtig (und einträglich) an die Regierungspfründen. Ihnen macht das Virus zu schaffen und sie sehen den Wohlstand – und ihre Pfründen – davonschwimmen. Deshalb versucht diese Regierung mit einer Faule-Socken-Kampange im Internet dagegen anzukämpfen. 

Es handelt sich um drei Propaganda-Kurzfilmchen der Bundesregierung, die die jungen Menschen dazu bewegen sollen, in Pandemie-Zeiten zuhause zu bleiben.

Besondere Helden 1

Faul wie die Waschbären, so wurden sie zu Helden. Sich auf die Couch legen und Verantwortung übernehmen. Die Jugend soll bittschön aufs Feiern verzichten. 

Besondere Helden 2

Das ganze Land schaute auf die Jugend. Die durch Nichtstun die Ausbreitung von Covid verhinderte. Tapfer zuhause rumgammeln. Besondere Zeiten brauchen besondere Helden. 

Besondere Helden 3

Besondere Zeiten, schwere Zeiten. Faule Socke. Es war leicht ein Held zu sein. Blieb die ganze Zeit zu Hause. Hier wird, wer Home-Office macht, als faule Socke dargestellt und zum Helden gemacht. 

Es heißt immer, Schauen schult. So kann das Schauen solcher Filmchen in kinodürftiger Zeit als Schauschulung gesehen werden. Diese lehrt uns, wie viel vielfältiger und reichhaltiger doch unsere Kinowelt ist (gegenüber solch bescheidenen Propagandaprodukten) und dass die Kinos dringend wieder geöffnet werden müssen. Umsomehr als offenbar Lockdown 2 der falsche Lockdown war, der also die Falschen erwischt hat; denn wenn er die Antsteckungsbereiche betroffen hätte, dann hätten die Zahlen ja rückläufig sein müssen; aber im Gegenteil: die Zahlen sind gestiegen und gestiegen. Was beweist, im Kino – jetzt mal parteiisch gesprochen – hat sich noch kein Mensch angesteckt. Deshalb die Forderung: Wiederöffnung der Kinos SOFORT!

Immerhin dürften durch die Arbeit an den Bundesregierungs-Spots einige Soloselbständige etwas Bundes-Soforthilfe erhalten haben – und nicht einmal durch Nichtstun. 

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