Mein Liebhaber, der Esel & Ich – antoinette dans les Cévennes

Die ganz, ganz leichte Komödie.

Die skizziert Caroline Vignal mit dieser Geschichte auf die Leinwand, spitzfedrig, nur keine ernsthaften, gewichtigen Probleme, nur kein Stirnrunzeln, was die Menschen mit der Liebe machen, das kann man sowieso nicht ernst nehmen, das ist zum Schießen, wie nah das an der Eselhaftigkeit liegt, fast grenzt diese Komödie an Blödelei, aber eben nicht ganz.

Überspitzt stattet Vignal ihre Hauptdarstellerin Antoinette (Larue Calamy) nicht nur mit dem merkwürdigen Nachnamen ‚Lapouge‘ aus, was so weich und unkonturiert sich anhört, ganz im Gegensatz zum Vornamen Antoinette, sie charakterisiert sie auch noch als die Frau, die alles übersteigert weglacht, als amüsiere sie sich über ihr eigenes existentielles Wuseln, speziell demjenigen in Liebesdingen. 

Antoinette lebt solo, ist Lehrerin, hat aber ein Seitensprungverhältnis mit ihrem Kollegen Vladimir (Benjamin Lavernhe), einem zwar männlichen Typen, aber so ganz und gar nicht der Erotoseitenspringer. 

Antoinette und Vladimir planen einen gemeinsamen 5-Tages-Urlaub zu Beginn der Sommerferien. Vladimirs Frau Eléonore (Olivia Côte) ändert unverhofft ihre Pläne und will mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Töchterchen eine Eselswanderung in den Cevennen  unternehmen. 

Antoinette will sich das nicht bieten lassen. Sie begibt sich ebenfalls auf den Eselstrip. Erst kämpft sie sich allein mit Esel über einige Etappen. Die Begegnung mit Esel Hans und seinen Begleitern Vladimir, Eléonore und dem Töchterchen kann nicht ausbleiben. 

Vignal aber lässt die Begegnungen kurz und angedeutet sein. Ausgerechnet Vladimirs Frau möchte, dass sie die nächste Etappe gemeinsam gehen. Nachts begegnen sich Antoinette und Vladimir. Ein kurzes, heimliches Vergnügen. Seine Frau hat längst alles durchschaut. 

Wie Antoinette die Vorwürfe von Eléonore einfach weggringst, da gehört eine gehörige Portion Naivität dazu; mir scheint, die Regisseurin amüsiert sich über diesen Typ von Frau, den sie hier gerade nicht als Püppchen zeichnet, eben auch irgendwie untypisch. 

Wobei immer diese Hilflosigkeit einer Frau allein mitschwebt, wie sich am nächsten Übernachtungsort, wo Antointette wieder getrennt ist von der Familie, gleich mit mehreren Kerls anbandelt, aber wie bei Teflon bleibt keiner an ihr kleben. 

Die Pointe des Filmes ist karikaturhaft-eselig und einige herzenstiefe Eselschsschreie gibt es auch, IA Iah I, Aah! 

Hier geht es nicht um Offenbarung, hier geht es um leichtes Amüsement, auch über den Satz LIEBE GIBT ES WIRKLICH. Nebenei erzählt der Film auch vom sich einstellenden Gemeinschaftserlebnis einer solchen Wanderung, die Geschichte von Antoinette eilt ihr auf dem Eselsweg voraus. 

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