Jim Knopf und die wilde 13

Wie verwandelt

kommt diese zweite Jim-Knopf-Verfilmung nach Michael Ende daher.

stefe was not amused vom Vorgänger Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer; siehe Review

Mit teils identischer Mannschaft ging Produzent Christian Becker an den Start: gleicher Regisseur: Dennis Gansel, wieder Dirk Ahner (diesmal allein) als Drehbuchautor. Auch bei den Darstellern hat er auf Kontinuität geachtet: der gewachsene und freier wirkende Solomon Gordon wieder als Titelfigur Jim Knopf, der deutlich lockerer wirkende Henning Baum als Lokomotivführer Lukas, Uwe Ochsenknecht als König Alfons chargiert nicht mehr ganz so billig, dafür kontrollierter, wodurch sein König nicht mehr so trottelig verkindet wirkt, Christian Maria Herbst wieder als Herr Ärmel (der hat einen anrührenden Moment, weil er anfangs des Filmes nicht mehr zu gebrauchen ist und wie die Piraten die Schulbank drücken sollen, da ist er plötzlich gefragt), die entzückend-energische Leighanne Esperanzate ist wieder Prinzessin LiSi, die den Konflikt mit dem Vater riskiert; Annette Frier bringt als Frau Waas das fürsorgliche Element in den Film. 

Die deutschen Darstellerstimmen sind ansprechend, auch bei den Piraten gibt es angenehm tiefe Männerakkorde. 

Die Michael-Ende-Momente funkeln an allen Ecken und Enden. Aber es gibt auch Action, es wird eine Jagd nach einem verborgenen Schatz, ganz Abenteuerfilm, die Piraten sehen wild aus mit ihren Augenklappen und verwirrend mit ihrer reinen Zahlenidentität und dem gleichen, räuberischen Äußeren. 

Die Lokomotive ist ein Amphibienahrzeug, das auf Schienen, dem Wasser und durch die Luft sich fortbewegen kann. Die Augen der beiden Lokomotiven Emma und Molly sind nicht mehr ganz so tot, es gibt eine Art „Augendeckel“, die beweglich sind, sie arbeiten vielfältiger mit Dampf und auch mit unterschiedlichen Lichtintensitäten und leichten Gelbvariationen. 

Die Montage ist agiler geworden; die Computereffekte sind versierter. Das deutsche Kino auf dem Weg zum international vermarktbaren Mainstream-Kinderfilm. 

Und eine Herkunftsgeschichte gibt es auch noch, Jim wird mehr über seine ihm bislang unbekannte Herkunft erfahren – er ist nicht von schlechten Eltern. 

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