Lord & Schlumpfi – Der lange Weg nach Wacken

For Family and Friends.

Urwüchsig bayerisch-ländliches Musik-Comedy Talent breitet sich in 12 Episoden auf der Leinwand aus. 

Es sind Talente, die vermutlich aus einer wilden Palette von „Bildungs“eindrücken aus Kino, Video, Internet, Games und Youtube versuchen, ein Weltbild herasuzukristallisieren, dabei immer alles schülerhaft auf die Schippe nehmend, was auf gesundes Selbstbewusstsein schließen lässt.

Die Grundpaarung ist die Variante eines Klassikers, des weißen Clowns und des dummen August. Tobias Öller, der Ideengeber für den Film (Regie: Sabine Schreiber), spielt Lord. Der ist ein weißgeschminkter Kapuzenmann mit schwarzen Augenrändern und dieser übertrieben tiefen Stimme, die er als Vertreter der Metal-Richtung in den Film bringt. Sein Standardsatz als Kommentar zu seinem Partner ist „Schnauze Schlumpfi“, ein Running Gag, der bei Freunden und Fans sicher zum geflügelten Wort werden kann. Sein Partner ist der lustige Clown Schlumpfi (Andi Rinn), der naiv bis dalkete bayerische Junge mit dem Herzen auf der Zunge. 

Zielsetzung der beiden Talente ist es, in Wacken als Band aufzutreten. Der Weg dorthin ist lang. Er ist die Story in diesem Film und führt über die Beschäftigung mit einem Hexenbuch über die Kirche (irrtümlicherweise für die neuen Praktikanten gehalten) inklusive Exorzismus, dann Casting, Probenraum, Studioaufnahmen und immer wieder über die Kneipe, bis es endlich in Richtung Wacken losgeht. 

Musikalisch ist die Gruppe ein Mix aus bayerischer Folklore und Heavy Metal (‚Black Bavarian Splatter Metal‘ mit dem Tod als Konzept). Die Band selbst nennt sich „Exkrementius Diaboli“. Sie kommt im Regional-TV und bei Youtube gibt es Fans, die die Musiker in der Kneipe ansprechen. Den Fan und Freund mag es ergötzen, für den, der das nicht ist, kann es allerdings schnell nervig werden. 

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